Die Telefonnummer möchte ich behalten

Beim Wechsel ihres Telekombetreibers haben sowohl Kundinnen und Kunden mit Vertrag als auch solche mit Wertkarte die Möglichkeit, die bisherige Rufnummer zu behalten. Das regelt die „Verordnung betreffend die Übertragung von Nummern zwischen Mobil-Telefondienstebetreibern" (Nummernübertragungs-verordnung - sogenannte NÜV 2012).

Die Rufnummernmitnahme läuft wie folgt ab:

1. Einholung Nummernübertragungsinformation

Zunächst ist die Einholung einer sogenannten Nummernübertragungsinformation notwendig (sogenannte NÜV-Information). Sie gibt den Kundinnen/Kunden Auskunft (unter anderem) über die verbleibende Vertragsdauer sowie über die Kosten, die mit der Portierung verbunden sind. Diese Information ist kostenpflichtig (max. € 1,- inkl. USt.) und sowohl beim alten als auch beim neuen Betreiber erhältlich. Zu beachten ist, dass die NÜV-Information noch vor Ende des alten Vertrags eingeholt werden muss.

Der abgebende Mobilfunkbetreiber kann unter Umständen die Nummernmitnahme verweigern, etwa wenn die Rufnummer schon einem anderen Teilnehmer/einer anderen Teilnehmerin zugewiesen ist oder bereits ein Übertragungsprozess im Gange ist.

2. Antrag auf Rufnummernmitnahme

Der Antrag zur Rufnummernübertragung kann beim aufnehmenden Mobilfunkbetreiber erst ab Vorliegen der Nummernübertragungsinformation gestellt werden. Oftmals übernimmt der neue Betreiber auch die Einholung der NÜV-Information für Sie (siehe oben Punkt 1.).

3. Aktivierung im neuen Netz

Steht dem Antrag nichts entgegen, kann nun die Rufnummer im neuen Netz aktiviert werden. Dabei sollte der Dienst nicht länger als einen Arbeitstag unterbrochen sein.

ACHTUNG!
Auch die gelungene Übertragung Ihrer Rufnummer bedeutet nicht, dass Ihr alter Vertrag automatisch gekündigt ist. Der alte und der neue Vertrag können auch parallel laufen. Unbedingt zu beachten sind daher Kündigungsfristen und Mindestlaufzeiten, um zu vermeiden, dass Kosten aus zwei Verträgen anfallen.

Kosten

Für die Übertragung der Rufnummer dürfen max. € 9,- (inkl. USt.) Portierungsentgelt verrechnet werden. In Summe kann die Rufnummernmitnahme somit bis zu € 10,- betragen (€ 1 für die Einholung der Nummernübertragungsinformation + € 9 für die Übertragung der Rufnummer).

Netzansagefunktion

Früher konnte aus der Vorwahl im Allgemeinen abgeleitet werden, welchen Mobilfunkbetreiber der/die Angerufene hat. Aufgrund der Möglichkeit, die Rufnummer bei einem Wechsel des Mobilfunkbetreibers mitzunehmen, hat sich dies jedoch geändert.
Bei Tarifen, bei denen „in alle Netze" gleiche Kosten verrechnet werden, spielt dies ohnehin keine Rolle.

Es kann aber auch sein, dass bestimmte Telefonate/SMS unterschiedlich tarifiert werden, je nachdem in welches Netz Sie anrufen. In diesem Fall können Sie die zu erwartenden Telefonkosten nur dann einschätzen, wenn Sie die „Netzansage"-Funktion aktiviert haben. Diese Netzansage weist vor jedem Anruf zu einer übertragenen Rufnummer auf das Netz hin, in das Sie anrufen.

Auf Ihr Verlangen muss Ihr Mobilfunkbetreiber diese Ansage kostenlos freischalten, soweit Telefonate zu mitgenommenen Rufnummern tatsächlich anders verrechnet werden. Für SMS an portierte Nummern besteht allerdings keine derartige Pflicht.

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