Was ist eine Pflegeversicherung

Nicht nur im Alter, sondern auch durch Unfall oder Krankheit kann sich das gewohnte Leben grundlegend verändern. Jeder Mensch kann einmal pflegebedürftig werden. Derzeit gibt es in Österreich über 450.000 Pflegebedürftige. Die Zahl steigt stetig, bis zum Jahr 2030 soll sie sich sogar verdoppelt haben.

Zur finanziellen Unterstützung wird Pflegebedürftigen ein staatliches Pflegegeld gewährt. Die Höhe ist vom monatlichen Pflegebedarf abhängig. Dieser wird von Sachverständigen festgestellt und in sieben Pflegestufen eingeteilt. Nach Stufe 1 wird beurteilt, wer monatlich mehr als 65 und weniger als 95 Stunden an Pflege bedarf. Das Pflegegeld beträgt in diesem Fall monatlich EUR 157, 30. Der höchste Betrag von monatlich EUR 1.688,90 wird in Pflegestufe 7 ausbezahlt. In diese wird eingestuft, wer körperlich schwer beeinträchtigt ist.

Zusätzlich kann man auch eine private Pflegeversicherung abschließen. Dabei wird vereinbart, dass die Pflegeversicherung Rentenzahlungen erbringt, wenn die/der Versicherte pflegebedürftig wird. Diese Zahlungen können neben dem staatlichen Pflegegeld zur Finanzierung der Pflege verwendet werden. Dafür sind von der/dem Versicherten Prämien zu zahlen.

Das Angebot privater Pflegeversicherungen am Versicherungsmarkt ist noch nicht sehr groß. Je nach individueller Vereinbarung unterscheiden sich die Leistungen stark. Die Pflegeversicherung wird entweder als eigenständiges Produkt oder aber als Zusatz zur Krankenversicherung oder zur Lebensversicherung (Rentenversicherung) angeboten.

Konsumentenfragen Newsletter

Aktuelle Neuigkeiten aus allen Bereichen der Konsumentenfragen