Was ist ein Versicherungsvertrag?

Im Versicherungsvertrag übernimmt das Versicherungsunternehmen die Verpflichtung, eine Geldleistung zu zahlen, wenn sich ein bestimmtes Risiko verwirklicht. Im Gegenzug müssen Versicherungsnehmerinnen oder Versicherungsnehmer einen einmaligen oder regelmäßigen Geldbetrag, die sogenannte Prämie, bezahlen. 

Ein Versicherungsvertrag wird zwischen Versicherung und Versicherungsnehmerinnen/Versicherungsnehmer abgeschlossen. Die Versicherungsnehmerinnen/Versicherungsnehmer können, müssen aber nicht unbedingt Versicherte sein: So können z.B. in der Haushaltsversicherung auch im selben Haushalt lebende Angehörige versichert sein oder eine Lebensversicherung auf das Leben einer anderen Person abgeschlossen werden. 

In der Praxis kommt ein Versicherungsvertrag zustande, indem Kundinnen/Kunden ein Antragsformular unterfertigen. Wird die Antragserklärung beim Versicherer oder einem Beauftragten desselben (der Versicherer haftet etwa für beauftragte Versicherungsagentinnen/Versicherungsagenten und unter Umständen auch für Versicherungsmaklerinnen/Versicherungsmakler) persönlich abgegeben, so ist Versicherten eine Kopie ihres Antrags auszuhändigen. Die Inhalte des Versicherungsvertrages finden sich meist in den Versicherungsbedingungen.

Nach Vertragsabschluss ist eine Urkunde über den Versicherungsvertrag - der Versicherungsschein, allgemein Polizze genannt - auszuhändigen. Auf eventuelle Abweichungen muss ausdrücklich hingewiesen werden. Ist dies nicht der Fall, gilt das im Antrag Vereinbarte.

Für Versicherungsverträge gelten besondere Rechtsvorschriften, die im Versicherungsvertragsgesetz geregelt sind. Die Inhalte des Versicherungsvertrages finden sich meist in den Versicherungsbedingungen.

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