Elektronische Signatur

Da in Österreich für die meisten Verträge keine besonderen Formvorschriften gelten, kann man per E-Mail, durch Online-Bestellungen oder auch per Telefon Verträge rechtsgültig abschließen. 

E-Mails können aber relativ leicht manipuliert werden, sodass die Empfängerinnen/Empfänger nicht sicher sein können, dass sie wirklich von den darin angegebenen AbsenderInnen stammen und auch nicht inhaltlich verändert wurden. Auch bei Online-Geschäften wie zum Beispiel Bankgeschäften oder Reisebuchungen ist es wichtig, dass die Beteiligten sicher identifiziert werden können.

Zur Vermeidung von Missbrauch gibt es daher vor allem Kennwörter, PIN-Codes, „Transaktionsnummern" und ähnliche Sicherheitsvorkehrungen. Außerdem sollten alle wichtigen Online-Bestellungen nur auf vertrauenswürdigen Websites abgewickelt werden. Man sollte darauf achten, dass zumindest eine verschlüsselte und gesicherte Übertragung der Daten (Verwendung des in der Browser-Adresszeile erkennbaren Protokolls „https") verwendet wird

Elektronische Signaturen bieten eine noch bessere Sicherheit für alle Beteiligten. Im Wesentlichen geht es darum, dass elektronische Nachrichten durch Hinzufügen einer „Signatur" so gekennzeichnet werden, dass die Empfängerinnen/Empfänger nachvollziehen können, von wem die Dokumente stammen und ob sie „unterwegs" verändert wurden. Es gibt verschiedene Arten solcher Signaturen, wirklich vertrauenswürdig sind aber nur „qualifizierte elektronische Signaturen", für die im Signaturgesetz besondere Anforderungen festgelegt sind.

Qualifizierte Signaturen

Um qualifizierte elektronische Signaturen verwenden zu können, benötigt man eine sogenannte Bürgerkarte. Die Bürgerkarte ist defacto ein elektronischer Ausweis. Die Bürgerkarte gibt es in zwei Varianten. Entweder als Signaturkarte (z.B. kann dafür die Bankomatkarte oder die eCard freigeschaltet werden) oder auf dem Mobiltelefon (Handy-Signatur). Bei Verwendung der Bankomatkarte bzw. der eCard wirdzusätzlich ein Chipkartenlesegerät, das mit dem Computer verbunden wird, und entsprechende Software, um die zu unterschreibenden Dokumente auch ganz korrekt anzuzeigen, benötigt.

Qualifizierte elektronische Signaturen haben - mit ganz wenigen Ausnahmen - die gleiche Rechtswirkung wie eine eigenhändige Unterschrift.

WICHTIG
Was mit dieser Karte signiert wird, stammt rechtlich jedenfalls von Ihnen. Halten Sie den PIN-Code daher streng geheim und geben Sie die Karten keinesfalls weiter, auch nicht im engsten Familienkreis.

Konsumentenfragen Newsletter

Aktuelle Neuigkeiten aus allen Bereichen der Konsumentenfragen