Viren, Spam

Im Internet gibt es nicht zu unterschätzende Gefahrenquellen. Die wahrscheinlich bekannteste Bedrohung sind Computerviren. Das sind kleine Programme, die zum Beispiel mit Dateianhängen von E-Mails in Computer oder in Smartphones geschleust werden, dort bestehende Programme „infizieren" und zu Schäden führen können.

Oft werden mit dem Schlagwort „Viren" auch andere Formen schädlicher Programme bezeichnet, vor allem sogenannte Würmer. Diese funktionieren zwar technisch anders, bewirken aber im Ergebnis dasselbe: Störung der Funktion des Computers bzw. des Smartphones und Verlust von Daten. Würmer können sich auch selbst weiterverbreiten, indem sie zum Beispiel ein Adressbuch am Computer durchsuchen und sich per E-Mail an alle Kontakte aus diesem Adressbuch versenden. Eine weitere Art von Schadsoftware sind „Trojaner", die als nützliches Programm getarnt auf den Computer bzw. das Mobiltelefon eingeschleust werden. Sie spionieren die Aktivitäten der Benutzerin/des Benutzers aus und versuchen Passwörter herauszufinden.

Zum Schutz dient ein aktuell gehaltenes Virenschutzprogramm, eine persönliche Firewall und Vorsicht beim Umgang mit Dateianhängen, die per Mail geschickt werden. Nicht nur in exe- oder com-Dateien können sich Viren verstecken, sondern zum Beispiel auch in Word- und Excel-Dateien oder in PDF-Anhängen, da auch diese ausführbaren Programmcode (Makros) enthalten können.

Cyberspace, © https://pixabay.com/de/photos/cyberspace-daten-draht-2784907/

Spam

Spams - unaufgeforderte E-Mail-"Massensendungen" - sind zwar eine Belästigung, aber normalerweise keine Gefahr für die Sicherheit des Computersystems. Das unverlangte Zusenden von E-Mails zu Werbezwecken ist nach dem Telekommunikationsgesetz genauso verboten wieTelefonwerbung.

Auch die Versendung von Massenmails (an mehr als 50 Empfänger) ist verboten, wenn kein Einverständnis dazu gegeben wurde. Bei Verstößen kann die Fernmeldebehörde Geldstrafen verhängen.

Wenn Unternehmen E-Mail-Adressen im Zusammenhang mit einem Verkauf oder einer Dienstleistung von den Kundinnen/ Kunden erhalten haben, dürfen sie an diese Anschrift auch E-Mail Werbung senden, allerdings nur für die eigenen Produkte. Die Kundin/der Kunde muss auch jederzeit ablehnen können.

Viele Spam-Versender sind im Ausland und können kaum ausfindig gemacht werden. Das österreichische Spam-Verbot nützt daher wenig. Wichtigste Vorsichtsmaßnahme zur Spamvermeidung ist es, die eigene E-Mail-Adresse nicht allzu bekannt zu machen. Vor allem sollte überall dort, wo damit zu rechnen ist, dass die E-Mail-Adresse im Web gefunden werden kann - wie bei der Beteiligung an Online-Foren, eine andere Mailadresse verwendet werden, wie man sie bei verschiedensten Gratisanbietern einfach bekommen kann.

WICHTIG

Stellen Sie eine Verbindung mit dem Internet erst her, wenn Sie ein aktuelles Virenschutzprogramm auf Ihrem Computer installiert haben. Installieren Sie nur Software aus zuverlässiger Quelle. Bei kopierten oder in Tauschbörsen angebotenen Programmen ist die Gefahr wesentlich höher.

Seien Sie bei Mails von unbekannten Absendern vorsichtig. Am Besten öffnen Sie diese gleich gar nicht. Antworten Sie nie auf Spam-Mails, da Sie damit nur bestätigen, dass die Adresse noch aktiv ist. Nutzen Sie bei Spam-Mails auch nicht die Links, die angeblich zur Abbestellung weiterer Zusendungen angeklickt werden können, denn auch dadurch erfolgt in der Regel eine Registrierung, dass die Adresse funktioniert.

Angebliche Mail-Aufforderungen von Banken, die Sie zur Übermittlung von Transaktionsnummern (TANs) ersuchen um Ihre Zugangsberechtigung zu bestätigen, sollten Sie bitte nicht ernst nehmen. Derartige Nachrichten löschen Sie am Besten gleich. Banken fordern dazu niemals per Mail auf.

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