Weltwassertag 2025: „Erhalt der Gletscher“
veröffentlicht am 21.03.2025
Der Weltwassertag am 22. März ist seit 1993 ein jährlicher Gedenktag der Vereinten Nationen und soll auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage für die Menschheit aufmerksam machen. Heuer steht der Weltwassertag unter dem Motto „Erhalt der Gletscher“.
Gletscher spielen eine entscheidende Rolle im globalen Wasserkreislauf. Sie speichern etwa 70 % des süßen Wassers der Erde und fungieren als natürliche Wasserspeicher, die Flüsse, Seen und Grundwasserreservoirs speisen. Durch den Klimawandel schrumpfen die Gletscher rapide – mit gravierenden Folgen für Ökosysteme, Wasserressourcen und die menschliche Sicherheit.
Wenn Wasser knapp oder verschmutzt ist, oder, wenn Menschen ungleichen oder gar keinen Zugang zu Wasser haben, kann es zu Konflikten zwischen Menschen, Gemeinden und Ländern kommen.
Daher ist es den Vereinten Nationen immer ein Anliegen, auf den Weltwassertag aufmerksam zu machen. Eines der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele findet sich in den Zielen für nachhaltige Entwicklung („Sustainable Development Goals“, SDGs), konkret in Ziel Nr. 6 „Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten“.
Wasser als lebenswichtige Ressource
Wasser ist die Grundlage allen Lebens auf der Erde. Ohne Wasser wäre die Existenz von Menschen, Tieren und Pflanzen nicht möglich. Es dient nicht nur als Trinkwasser, sondern ist auch essenziell für die Landwirtschaft, Industrie und Energiegewinnung.
Wasserverbrauch weltweit
Der weltweite Wasserverbrauch hat sich in den letzten Jahrzehnten drastisch erhöht. Laut der UN-Wasserorganisation steigt der Bedarf jährlich um etwa 1 %. Besonders die Landwirtschaft ist mit rund 70 % der größte Wasserverbraucher, gefolgt von der Industrie (20 %) und dem privaten Haushalt (10 %).
Wasserverfügbarkeit und Verteilung
Obwohl etwa 71 % der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt sind, sind nur ca. 2,5 % davon Süßwasser. Davon wiederum sind zwei Drittel in Gletschern und Polarregionen gebunden, sodass nur ein minimaler Anteil als Trinkwasser zur Verfügung steht. Zudem ist Wasser ungleich verteilt: Während einige Regionen über ausreichend Wasser verfügen, herrscht in anderen extremer Mangel.
Versorgungssituation in Österreich
Österreich besitzt, verglichen mit anderen Ländern, große Trinkwasservorkommen und –reserven. Wir sind daher in der glücklichen Situation, dass unser Trinkwasserbedarf nahezu zur Gänze aus geschützten Grundwasservorkommen gedeckt werden kann.
In Zeiten des Klimawandels kommt es aber auch in Österreich zu längeren Trockenperioden und niedrigeren Grundwasserständen. Um die Versorgungssicherheit im Trinkwasserbereich auch in Zukunft garantieren zu können, werden neue Quellen erschlossen oder tiefere Brunnen gebohrt. Weiters werden Wasserleitungsnetze einzelner Gemeinden verbunden, um im Bedarfsfall die gegenseitige Versorgung übernehmen zu können.
Trinkwasserqualität in Österreich
Aufgrund der hohen Qualität des Wassers in Österreich kann Trinkwasser zumeist in natürlichem Zustand an die Verbraucher:innen abgegeben werden.
Betreiber:innen von Wasserversorgungsanlagen müssen das abgegebene Wasser in regelmäßigen Abständen untersuchen und die Wasserversorgungsanlage hygienisch beurteilen lassen. Über das Ergebnis müssen sie jene Aufsichtsorgane in den Bundesländern informieren, die für die amtliche Kontrolle zuständig sind. Das BMSGPK veröffentlicht eine Zusammenfassung der Ergebnisse im österreichischen Trinkwasserbericht.
Zusätzlich setzt das BMSGPK jedes Jahr Schwerpunktthemen bei der Trinkwasseruntersuchung. So wurde bei Schwerpunktaktionen das Trinkwasser speziell auf Schwermetalle, Pflanzenschutzmittel, Arzneimittelrückstände oder Umweltkontaminanten wie z. B. per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) untersucht. Die Zusammenfassung der Ergebnisse jeder Schwerpunktaktion wird von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) veröffentlicht.