Fake-Polizisten in Österreich: WKStA warnt vor Betrugsmasche
veröffentlicht am 01.04.2025
Vorsicht, kein Aprilscherz – Betrug durch falsche Polizisten nimmt zu
Am 1. April sind wir es gewohnt, mit kleinen Streichen hereingelegt zu werden – doch was derzeit in Österreich passiert, ist alles andere als harmlos. Betrüger geben sich als Polizisten aus, um ihren Opfern mit dreisten Lügen hohe Geldbeträge zu entlocken. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) warnte in einer Pressekonferenz vor dieser gefährlichen Masche, die bereits Schäden in Millionenhöhe verursacht hat.
Das sind die Maschen der Betrüger
Doch wie gehen die Betrüger vor? Die Täter melden sich per Telefon, Brief oder persönlich und fordern unter falschen Vorwänden Geld. Häufig behaupten sie, Bankmitarbeiter seien korrupt und deshalb müsse man das Geld vom Konto abheben. Oder es heißt, Angehörige hätten eine Straftat begangen und nun müsse eine Kaution bezahlt werden.
Hinter den Betrugsfällen stecken mehrere Banden, die Schäden in Millionenhöhe verursachen. Eine Gruppe erbeutete mit dem sogenannten „Kautionstrick“ über 12 Millionen Euro. Durch die „Tochter-Sohn-Masche“, bei der Täter sich per WhatsApp-Nachricht als Kind des Opfers ausgeben, entstand in über 6.000 Fällen ein Schaden von mehr als 15 Millionen Euro.
Cybercrime nimmt rasant zu
Mittlerweile betrifft ein Viertel aller Großverfahren der WKStA die Online-Kriminalität. Da hier oft internationale Bezüge bestehen, gestalten sich die Ermittlungen teils schwieriger. Innerhalb der Europäischen Union funktioniert die Zusammenarbeit dank der EUROJUST-Kooperation gut. Mit Ländern außerhalb der EU können sich Ermittlungen jedoch deutlich länger hinziehen.
Tipps für den eigenen Schutz
- Ignorieren Sie verdächtige Anrufe und Nachrichten mit Geldforderungen.
- Seien Sie misstrauisch: Behörden verlangen niemals am Telefon Geld. Sie führen auch keine Bargeldübergaben an Orten wie Parkplätzen durch.
- Geben Sie keine persönlichen Daten oder Bankdaten weiter.
- Prüfen Sie unbekannte Nummern online, bevor Sie zurückrufen. Es könnte bereits Hinweise geben, dass es sich um Telefonbetrug handelt.
- Melden Sie verdächtige Kontakte oder Betrugsversuche sofort der Polizei unter 133.
- Sind sie bereits Opfer eines Betruges geworden, dann scheuen Sie sich nicht, Anzeige zu erstatten.
Weitere Informationen können Sie im Jahresüberblick 2024 der WKStA nachlesen.