Mehrwertdienste


Meine Kinder haben das Chatten und das Voting via Handy entdeckt? Wie werden diese verrechnet?

Bei diesen Diensten handelt es sich um sogenannte eventtarifierte Dienste. Das heißt, dass die Gebühr nicht zeitabhängig verrechnet wird sondern einmalig pro SMS oder pro Anruf.

Bei Chats dürfen nur die SMS verrechnet werden, die von KundInnen auch tatsächlich versendet wurden.

Ich habe davon gehört, dass bei Anrufen zu Mehrwertnummern eine Preisansage erfolgen muss? Stimmt das wirklich?

Ja, das ist grundsätzlich richtig. Ausnahmen bestehen für Chats und Votings, sofern das Entgelt für den gesamten Dienst maximal € 0,70 beträgt.

Folgende Regelungen zur Tarifinformation bestehen:

Bei Diensten in den Bereichen 0900, 0901, 0930, 0931 sowie 118 muss der Telekommunikationsbetreiber sicherstellen, dass den NutzerInnen die Höhe des pro Minute oder pro Event anfallenden Entgeltes in Euro unmittelbar nach Herstellen der Verbindung oder bei Nachrichtendiensten unmittelbar vor jeder Inanspruchnahme des Dienstes in geeigneter Weise mitgeteilt wird. Nach Erhalt dieser Information muss die Möglichkeit bestehen, den Dienst entgeltfrei zu beenden.

Für Nachrichtendienste (Abonnements, Chats) gibt es folgende Regelungen: Vor der erstmaligen Inanspruchnahme eines solchen Dienstes müssen KundInnen über den Preis einer Nachricht beziehungsweise den monatlichen Abo-Preis informiert werden. Danach sind NutzerInnen über das innerhalb eines Monats kumulierte Entgelt zumindest in Schritten von € 10,- mit einer ausschließlich dafür genutzten entgeltfreien Nachricht zu informieren. Beträgt das kumulierte monatliche Entgelt unter € 10,-, so sind NutzerInnen über das pro SMS anfallende Entgelt gratis zu informieren, wenn das kumulierte Entgelt seit der letzten Benachrichtigung € 10,- erreicht hat.

Bei Chats und Votings (z.B. Die große Chance, Dancing Stars) kann eine Entgeltinformation entfallen, sofern das Entgelt für den gesamten Dienst maximal € 0,70 beträgt. Jedoch muss das Entgelt aus den ersten beiden Ziffern der Nummer ableitbar sein (derartige Dienste dürfen nur im Bereich 0901 oder 0931 erfolgen). Bei Votings muss eine entsprechende Information erfolgen, die NutzerInnen darüber in Kenntnis setzt, ab welchem Zeitpunkt eine Verrechnung erfolgt.

Die folgende Grafik gibt einen kurzen Überblick darüber, welche Dienste unter welcher Nummer angeboten werden und wie viel dafür verrechnet werden darf:

Auf meiner Telefonrechnung wurden mir Kosten für nicht bestellte Mehrwert-SMS verrechnet. Muss ich diese bezahlen?

Kosten für nicht bestellte Mehrwert-SMS, die der Mobilfunkbetreiber verrechnet, sollten Sie bei diesem beeinspruchen (Näheres zur Beeinspruchung ist im Themenbereich „Telefon und Handy" oder unter http://www.rtr.at/ nachzulesen).

Wurden Mehrwert-SMS nicht bestellt, sollten Sie auch den Mehrwertdiensteanbieter darauf hinweisen, dass eine vertragliche Grundlage für deren Verrechnung fehlt. Sind Ihnen dessen Kontaktdaten nicht bekannt, besteht die Möglichkeit, diese unter durch Eingabe der Mehrwertnummer auf der Website der RTR hier abzufragen.

Zu wenig bekannt ist, wie der Empfang von Mehrwert-SMS beendet werden kann: Vorgeschrieben ist, dass die Worte „Stop" oder „Stopp" genügen.

Man hört immer wieder von hohen Telefonkosten auf Grund von Mehrwertdiensten (Mehrwert-SMS, Chats, Klingeltöne, ua.)? Ich möchte mich davor schützen, was kann ich tun?

KonsumentInnen haben das Recht, Sperren für Mehrwert-Nummern setzen zu lassen. Telekombetreiber haben auf KundInnenwunsch einmal jährlich kostenlos Sperren einzurichten. Es ist je nach Anbieter unterschiedlich, ob eine Sperre sowohl die Anrufe zu Mehrwertnummern als auch den Versand und Empfang von Mehrwert-SMS umfasst, oder ob die Sperre für beide Kategorien getrennt verlangt werden muss. Erkundigen Sie sich diesbezüglich bei Ihrem Betreiberunternehmen.


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