Internationales Verbraucherschutznetzwerk ICPEN wird 25

Eine Erfolgsbilanz über Grenzen hinweg

Seit einem Vierteljahrhundert bietet das internationale Verbraucherschutznetzwerk ICPEN (International Consumer Protection and Enforcement Network) Konsumentenschutzbehörden aus mittlerweile über 60 Staaten der Welt ein Forum für den Informationsaustausch im Zusammenhang mit der Bekämpfung unfairer Handelspraktiken.

Österreich von Anfang an dabei

ICPEN wurde im Jahr 1992 von 21 Staaten - darunter auch Österreich - gegründet. Heute zählt das Netzwerk 58 Mitglied- und drei Partnerstaaten aus allen Teilen der Welt. Hinzu kommen noch Organisationen mit Beobachterstatus wie die Europäische Kommission, die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) sowie die Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (UNCTAD). Vertreten werden die Mitgliedstaaten durch ihre für Konsumentenschutz zuständigen Behörden, für Österreich übernimmt diese Aufgabe das Sozialministerium.

Geleitet wird das ICPEN-Netzwerk jeweils von einem jährlich zwischen den Mitgliedstaaten rotierenden Vorsitz, aktuell obliegt diese Rolle der Türkei (1.Juli 2017 bis 30.Juni 2018). Österreich durfte diese Aufgabe bereits in der Anfangszeit des Netzwerks in den Jahren 1995/96 übernehmen.

Informationsaustausch und gegenseitige Hilfestellung als Schwerpunkte

Die Zusammenarbeit innerhalb von ICPEN erfolgt vor allem im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Konferenzen und Workshops sowie durch den informellen Austausch der Mitglieder im Bedarfsfall. Ziele der Kooperation sind in erster Linie die Hilfestellung und der Informationsaustausch bei grenzüberschreitenden Konsumentenproblemen, der Austausch über die unterschiedliche Rechtslage der teilnehmenden Nationen sowie die Entwicklung von Verbraucherbildungsmaßnahmen und Projekten zum Schutz der ökonomischen Konsumenteninteressen.

Ein gemeinsames Projekt des ICPEN-Netzwerks, welches treuen konsumentenfragen.at-LeserInnen durchaus bekannt sein dürfte, ist der seit 2006 jährlich rund um den Weltverbrauchertag am 15.März abgehaltene „Fraud Prevention Month" (dt.: Betrugspräventionsmonat). Dabei führen die ICPEN-Mitglieder weltweit Kampagnen durch, durch die KonsumentInnen zu bestimmten Verbraucherproblemen sensibilisiert werden sollen. Vom Sozialministerium in diesem Rahmen behandelte Themen waren in den letzten Jahren beispielsweise geplante Obsoleszenz, unerwünschte Telefonwerbung oder auch diverse Spielarten von Verbraucherproblemen im Internet.

Umfassender Website-Relaunch zum Jubiläum

Pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum wurde mit Anfang Juli auch die Website des ICPEN-Netzwerks einer umfassenden Überarbeitung unterzogen. KonsumentInnen erhalten dort - in englischer Sprache - Nachrichten zu den Aktivitäten und Projekten des Netzwerks sowie Informationen zu konsumentenpolitisch relevanten Entwicklungen in den Mitgliedstaaten. In einer noch im Aufbau befindlichen Wissensdatenbank sollen Website-BesucherInnen zukünftig auch mit praktischen Tipps, zum Beispiel in Hinblick auf den Schutz vor Online-Betrügereien, versorgt werden.

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