Der richtige Umgang mit Ihren Alt-Medikamenten

Medikamente entsorgen ohne Nebenwirkungen

Bunte Pillen aus dem Fläschchen, © Image courtesy of jk1991 at FreeDigitalPhotos.net

Vielleicht ist ja beim Frühjahrsputz auch Ihr Apothekenschrank drangekommen und Sie haben wieder einmal „ausgemistet": Tropfen, Salben, Tabletten, Tinkturen und Zäpfchen; bei manchen weiß man nicht einmal mehr, warum man sie bekommen hat.

Die richtige Lagerung

Für Medikamente, die Sie aktuell gerade nehmen oder vielleicht dauerhaft brauchen, ist die richtige Lagerung entscheidend. Im Regelfall sind die Lagerempfehlungen auf der Packung vermerkt, wenn Sie unsicher sind, können Sie in der Apotheke nachfragen. Die Arzneimittel sind jedenfalls  trocken, kühl und lichtgeschützt aufzubewahren.

Besonders wenn Kinder mit im Haushalt leben, gilt: lassen sie ihre Medizin nie frei herumliegen! Der richtige Aufenthalt ist ein eigener verschließbarer Apothekerschrank, der möglichst nicht an warmen, feuchten Orten (Badezimmer) anzubringen ist.  

Beachten Sie die Haltbarkeit

Nach den Empfehlungen der Apothekenkammer sollten Präparate, deren Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, nicht mehr verwendet werden. Bei zu langer Lagerung können sich die Arzneistoffe verändern und möglicherweise nicht mehr so gut wirken.  Allerdings werden nicht alle Arzneimittel gleich unwirksam; die Hersteller geben meist eine kürzere Haltbarkeit an um sicherzugehen, dass die Wirkung 100%ig ist. In Österreich hat der Gesetzgeber vorgesehen, dass Medikamente nach einer Laufzeit  von 5 Jahren aus dem Verkehr zu ziehen sind.

Nicht benötige Medikamente müssen nicht gleich weggeschmissen werden. Es gibt Hilfsorganisationen, die diese Medikamente als Sachspende entgegennehmen. So gibt es zum Beispiel das sogenannte Medikamentendepot des Roten Kreuzes, gespendete Medikamente werden an mittellose PatientInnen in Österreich oder auch für Hilfsprojekte in Krisenregionen weitergegeben.

Auch der Louise-Medizinbus der Caritas nimmt Sachspenden entgegen. Die Spenden werden von Fachleuten strengen Kontrollen unterzogen.

Die sachgerechte Entsorgung

Sie sind wieder gesund und es sind noch Tabletten übrig geblieben? Die Salbe ist schon zu alt und eingetrocknet, die Augentropfen kann man sowieso nicht lange aufheben. Es haben sich also einige Arzneien angesammelt, die weggeworfen werden müssen.

Aber Achtung! Alte Medikamente kommen nicht in den Restmüll.

Genauso wenig ist der Abfluss die richtige Entsorgung; die chemischen Substanzen in den Präparaten können nicht abgebaut oder gefiltert werden und belasten somit die Gewässer. 

Alte Medikamente gehören zur Problemstoffsammelstelle, auf den Mistplatz oder in die Apotheke. Spritzen und Nadeln in stichfesten Behältern entsorgen, damit niemand gefährdet wird. Die Kartonverpackungen und Beipackzettel und auch leere Fläschchen wie gewohnt im Altpapier bzw. Altglas entsorgen.

Noch mehr Detailinformationen können Sie im folgenden Informationsblatt nachlesen, auch
Ihre Apotheke, die Umweltberatung oder das Altstoffsammelzentrum in Ihrer Nähe kann Ihnen weiterhelfen.


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