Den Blickkontakt nicht aus den Augen verlieren

Wenn Eltern dem Smartphone zu viel Beachtung schenken

Foto: Baby schaut konzentriert auf Handy, © https://heidicohen.com/wp-content/uploads/baby-mobile-phone-e1339619593148.jpg
Kennen Sie diese Situation? Sie sind mit ihrem Kind am Spielplatz, es vergnügt sich gerade mit ein paar anderen in der Sandkiste. Alles scheint ruhig, die richtige Gelegenheit, um wieder einmal einen Blick auf das Handy zu machen. Wenn Sie sich umschauen, werden Sie vielleicht bemerken, dass die anderen Mütter und Väter auch ihre Blicke gebannt am Smartphone hängen haben. Die Sandburg, die die Kinder gerade bauen, scheint jedenfalls nicht so interessant wie die letzten WhatsApp Meldungen.

Das meint Frau Barbara dazu

Die Beraterin von Saferinternet.at äußert ihre Bedenken, wenn Eltern sich zu oft vom Smartphone ablenken lassen oder ihre Kinder z.B. nur mehr durch die Linse des Handys wahrnehmen. Der direkte Blickkontakt ist gerade bei Kleinkindern, die sich vielleicht noch gar nicht durch Sprache ausdrücken können, sehr wichtig und Hauptbestandteil der Kommunikation mit den Erwachsenen.

Barbara ist überzeugt: „Kinder brauchen Blickkontakt als Basis zur Bindung, um sich im Gegenüber zu spiegeln und ein Gefühl für sich selbst zu entwickeln."

Smartphone versus Kinder

In manchen Fällen wird das intensive Beschäftigen mit dem Mobiltelefon auch als Konkurrenz erlebt. Die Kinder versuchen die Aufmerksamkeit der Eltern zu erheischen und tun dies ganz nach Kinderart auch vehement und sind dann „lästig".

Sie als Elternteil dürfen sich dann natürlich nicht wundern, wenn Ihre Kinder ebenso ständig die Nase ins Handy stecken. Kinder lernen von den Erwachsenen auch die Mediennutzung und es muss ja was Interessantes dran sein, wenn die Erwachsenen sich mit diesem Ding so intensiv beschäftigen.

Praktische Tipps und Vorschläge:

  • Schalten Sie das Telefon zwischendurch ganz aus und legen Sie es außer Reichweite auch Ihrer Kinder
  • Das Smartphone ist kein Babysitter! Zwar sind die Kinder schnell abgelenkt und vielleicht beruhigt, aber möglicherweise von den Bildern und Inhalten auch überfordert.
  • Der bewusste Umgang ist unter Umständen auch für Sie gewöhnungsbedürftig, aber nicht vergessen: Sie sind das Vorbild für das Verhalten Ihres Kleinkindes.

Auf der Website von SaferInternet.at finden Sie neben dem Video mit Barbaras Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Smartphone noch weitere Hinweise, wie Sie die digitalen Medien kindersicher machen können.

Konsumentenfragen Newsletter

Aktuelle Neuigkeiten aus allen Bereichen der Konsumentenfragen