Summ summ summ – was die Bienen uns Gutes tun

... und was konventionellen Honig von Bio-Honig unterscheidet

Honigglas mit speziellem Honiglöffel, © phasinphoto at FreeDigitalPhotos.net

Um die Wichtigkeit der Bienen im Ökosystem (als Bestäuber essenziell wichtig für die globale Lebensmittelproduktion, da 80 % der Bestäubung durch Bienen erfolgt) hervorzuheben, hat im Dezember 2017 die UN-Generalversammlung in New York beschlossen, den 20. Mai zum Weltbienentag auszurufen.

Wien hat schon lange die Bedeutung der Bienen erkannt und fördert durch entsprechende Brachflächen und Futterwiesen sowohl Honig- als auch Wildbienen. Die ImkerInnen am Dach der Staatsoper, der Secession und beim Naturhistorischen sowie Kunsthistorischen Museum haben schon einige Berühmtheit erlangt.

So gesund ist Honig

Honig ist ein echter Allrounder - und wegen seiner entzündungshemmenden Enzyme besonders in Grippezeiten beliebt.

Honig besteht zu 75% aus sogenanntem Invertzucker, d.h. einem Gemisch aus gleichen Teilen Glukose (Traubenzucker) und Fruktose (Fruchtzucker). Zudem enthält er 20% Wasser sowie weitere Zuckerarten (z.B. Saccharose, Maltose), die von der jeweiligen Sorte abhängig sind.

100 Gramm Honig enthalten außerdem 0,2 Gramm Mineralstoffe (z.B. Kalzium, Kalium, Natrium, Chlor). Daneben finden sich auch Enzyme, Aminosäuren, Spurenelemente (z.B. Eisen, Zink, Kupfer) und Vitamine (z.B. Vitamin C, Thiamin, Riboflavin und Niacin) im Honig - allerdings insgesamt in nur sehr geringen Mengen. Je nach Sorte kann die genaue Zusammensetzung des Honigs etwas variieren.

Bio-Siegel: Naturbelassen – nachvollziehbare Herkunft – strengste Kontrollen

Wann erhält Honig das Bio-Siegel?

Bienenvölker fliegen oft kilometerweit und können deshalb vom Menschen schwer kontrolliert werden. Die Richtlinien für Bio-Honig beziehen sich daher unter anderem auf das Sammelgebiet, die Haltung sowie die Arbeitsweise des Imkers.

Biologische Bienenhaltung

Die Stadt-ImkerInnen halten Ihre Honig-Bienen nach Bio-Richtlinien. Die EU-Bio-Verordnungen 834/2007 und 889/2008 sind für Erzeugerinnen und VerarbeiterInnen von Bio-Lebensmitteln verpflichtend einzuhalten.

Wesentliche Vorgaben sind:
-Der Aufstellplatz für den Bienenstand
-Die Beschaffenheit der Betriebsmittel
-Die Fütterung
-Vorgaben für die Lagerung der Bienenprodukte
-Die Gesundheitsvorkehrung
-Die Abgrenzung in der Vermarktung der Produkte
-Mindestens eine jährliche Kontrolle der Vorgaben für die Zertifizierung

Auch das Wachs ist wichtig

Es ist nur „absolut sauberes Bienenwachs" für die Bio-Bienenhaltung gestattet, da Bienenwachs ein hochkomplexer Stoff ist, der durch seine Fettlöslichkeit viele Stoffe, die nicht in den Bienenstock gehören, an sich zieht, diese festhält und wieder abgibt.

Das Wachs schützt alle Inhalte, die in den Waben gelagert sind, vor nicht erwünschten Fremdstoffen. Zum Inhalt der Bienenwaben gehören die Brut und der Vorrat in Form von Honig und Blütenpollen. Kontaminierungen im Wachs können im Labor nachgewiesen werden.

Zertifizierung der Bienenhaltung

Derzeit steht beim Bio-Verband Bio-Austria (ein Interessensverband - keine Kontrollfirma) im Bereich der Bienenhaltung eine Änderung an: Für Bio-Austria Mitglieder (Bio-Bauern) ist ab 2018 die Zertifizierung der Bienenhaltung verpflichtend.

Diese Verpflichtung besteht auch, wenn die Betreuung der Bienen durch ein Familienmitglied, das nicht Bewirtschafter ist, jedoch am Betrieb wohnt, durchgeführt wird. Werden die Bienen nur für den Eigenbedarf gehalten und keine Produkte verkauft, besteht diese Verpflichtung nicht.

Weiters sollen für Bioprodukte ab Mitte 2020 in der Europäischen Union neue Regeln gelten.

Erklärung der Kommission zur Einigung (englisch)
Pressemeldung zur Einigung (englisch)

Die Stadt-ImkeriInnen halten auch  Vorträge  über das Bienensterben und die Aktionen rund um diese Problematik. Sie können solche Vorträge für Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation bestellen.

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