Spielsachen – sicher und fair

Einkaufsratgeber für Spielzeug

Bunte Spielzeugwürfel aus Kunststoff, © rickymusafia at FreeDigitalPhotos.net
Der Osterhase bringt manchmal nicht nur Eier und Schokolade, oft ist auch ein Spielzeug im Osternest dabei. Gerade für die Jüngeren, die mit den Geschenken noch nicht so sorgfältig umgehen, ist es wichtig aus welchen Materialien diese hergestellt wurden. Für kritische, bewusst Schenkende sind unter Umständen auch die Produktionsbedingungen ein Entscheidungskriterium.

Sicheres Spielzeug

Gesundheitsschädliche Materialien sind für Spielsachen jedenfalls verboten. Amtliche Kontrollen stellen sicher, dass die Spielzeugverordnung (auf Grund des Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz - LMSVG) eingehalten wird. Werden trotzdem Produkte entdeckt, die gesundheitsschädlich sind, treten sofort Schutzmaßnahmen in Kraft, z.B. Rückrufaktionen.

Ein paar praktische Tipps für den Spielzeugkauf

  • Gutes Spielzeug ist robust und verträgt auch „dynamische" Verwendung
  • Holzspielzeug sollte aus Vollholz sein, entweder gar nicht oder nur mit unschädlichen Lacken behandelt sein
  • Achten Sie darauf, ob eventuell eine Reparatur möglich ist, wenn mal etwas kaputt geht
  • Beachten Sie die Sicherheitshinweise auf den Produkten, wie z.B. „nicht geeignet für Kinder unter drei Jahren (bzw. 36 Monaten)"
  • Je komplizierter Spielsachen aufgebaut sind, desto anfälliger sind sie. Darin enthaltene Batterien, Motoren oder Elektronik können Problemstoffe enthalten
  • Spielzeug, das PVC enthält, sollte vermieden werden. Die zugesetzten Weichmacher (Phthalate) können sich durch Speichel aus dem Kunststoff lösen und in den Körper gelangen. Seit 1999 ist die Verwendung von Phthalaten in Spielzeug für Kinder bis zum Alter von 36 Monaten europaweit verboten. Trotzdem muss die Verwendung von PVC auf der Verpackung nicht gekennzeichnet werden, auf Importprodukten wird es oft als „Vinyl" getarnt.

Label-Kompass Spielzeug: Umweltfreundlich und fair

Wenn Ihnen nicht nur die Sicherheit, sondern auch Kriterien wie Umweltbelastung und die Arbeitsbedingungen ein Anliegen sind, ist der Label-Kompass des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus eine Orientierungshilfe.

Dort erfahren Sie, welche Kriterien beim Österreichischen Umweltzeichen, dem deutschen Blauen Engel über FAIRTRADE bis zum spiel gut-Gütesiegel angewandt werden. Das Österreichische Umweltzeichen z.B. berücksichtigt den Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe, achtet auf Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung, soziale Verantwortung, Langlebigkeit und Verpackung.

Weitere Tipps zum Spielzeugkauf finden Sie bei der Umweltberatung, im Ökotest oder auch auf konsument.at

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