Nachhaltiger Einkaufen

Die Qual der Wahl

In der heutigen Zeit wird es für Konsumentinnen und Konsumenten immer schwieriger den Überblick über das große Angebot in den einzelnen Supermärkten zu behalten. Fast alle Obst- und Gemüsesorten sind rund um das Jahr erhältlich und auch die anderen Lebensmittel bieten eine so große Sortimentsvielfalt, dass die Wahl der einzelnen Produkte oftmals nicht leicht fällt. Dazu kommen noch die verschiedenen Angebots- und Rabattaktionen, die es wöchentlich gibt und zum Kaufen verleiten.

Das Problem mit der Verpackung

Viele dieser Lebensmittel sind in Plastik verpackt und auch bei den Getränken und Milchprodukten fällt es schwer Mehrwegverpackungen zu finden, die wieder zurück gebracht werden können.

Es scheint fast so, als wäre es für die Konsumenteninnen und Konsumenten in der heutigen Welt unmöglich nachhaltig, bewusst und ressourcenschonend einzukaufen. Doch seit einigen Jahren gibt es eine Bewegung, die dem entgegenwirkt und wieder auf mehr Regionalität und Nachhaltigkeit setzt. Die Rede ist von den verpackungsfreien Supermärkten, die sich in den letzten Jahren etabliert haben.

Verpackungsfreie Supermärkte

In diesen Märkten achtet man auf den biologischen Anbau, auf Regionalität und Saisonalität und vor allem auf den verpackungsfreien Einkauf. Kundinnen und Kunden sollen selbst entscheiden können, wie viel sie von den einzelnen Lebensmitteln mit nach Hause nehmen möchten und das ganz verpackungsfrei. Man kommt einfach mit seinen eigenen Behältern und befüllt diese dann mit den gewünschten Lebensmitteln - und die Menge bestimmt man dabei selbst. Denn wieso einen ganzen Sack Karotten kaufen, wenn man nur eine Handvoll braucht?

Die angebotenen Lebensmittel stammen von regionalen Landwirten, kleinen Produzenten und Familienbetrieben. Milch und Joghurt gibt es nur in Mehrweggläsern, denn das schont die Umwelt. Das angebotene Obst und Gemüse ist saisonabhängig und führt somit auch wieder zu einem bewussteren Wahrnehmen unserer Lebensmittel. Auch Haushaltswaren und Pflegeprodukte, wie etwas Haarseifen oder Zahnbürsten aus Bambus kann man kaufen. Plastikverpackungen gibt es in diesen Läden nicht.

Der Einkauf in solchen Geschäften mag zwar etwas aufwendiger sein, da man seine eigenen Boxen und Gläser mitnehmen muss (meistens werden die Gläser aber auch in den einzelnen Geschäften zum Ausleihen oder kaufen angeboten) und man meist einen längeren Anfahrtsweg hat, da solche Läden oft nicht gleich ums Eck sind. Aber dafür lernt man, wieder nachhaltiger einzukaufen und bewusster mit Lebensmittel und deren Verpackung umzugehen.

Verpackungsfreie Läden in der Nähe

Um eine Übersicht zu bekommen und vielleicht einmal selber vorbei zu schauen sind hier ein paar verpackungsfreie Supermärkte in den jeweiligen Bundesländern aufgelistet:

Wien:
Lunzers´s Maß-Greißlerei, 1020 Wien

Der Greißler-unverpackt.ehrlich, 1080 Wien

Lieber Ohne, 1060 Wien

Die Warenhandlung, 1030 Wien

Sonnengrün, 1030 Wien; Kosmetik, Pflegeprodukte, Haushalt und Haustier

Steiermark:
Das Gramm, 8010 Graz

Das Dekagramm, 8010 Graz

Regionarrisch, 8010 Graz

Nachhaltig in Graz, 8010 Graz, Schwerpunkt Kosmetik und Gewürze, teilweise verpackungsfreie Lebensmittel

Niederösterreich:
Tante Hanna Laden, 4300 St. Valentin

Schmeckerei, 2700 Wiener Neustadt

D´Greisslerei, 3243 St. Leonhard am Forst

Tirol:
Greenroot, 6020 Innsbruck

Liebe und Lose, 6020 Innsbruck

Salzburg:
Frau von Grün, 5020 Salzburg

Vorarlberg:
Frida, 6845 Hohenems

Oberösterreich:
Sierninger Kerndlgreisslerei, 4522 Sierning

Kärnten:
UniKorn, 9500 Villach

Noch mehr Informationen wie Sie Verpackungsabfälle vermeiden können hat die Umweltberatung zusammengestellt. Auf der Seite von Zero Waste erfahren Sie, wo Sie in Österreich und weltweit  noch verpackungsfrei einkaufen können. Sollte der Shop in Ihre Nähe nicht auf der Liste stehen, können Ergänzungen vorgenommen werden.

Konsumentenfragen Newsletter

Aktuelle Neuigkeiten aus allen Bereichen der Konsumentenfragen