Insekten als Quälgeister

Blutsaugende Minivampire oder nützliche Helfer?

Wespe in Großaufnahme, © http://members.home.nl/henk.roerink/wesp.jpg

Mit dem Sommer sind auch wieder die Gelsen präsent, die einen vornehmlich in der Nacht beim Schlafen oder im Freien quälen.

UV-Licht-Fallen töten zwar die Insekten durch Elektroschock, würden aber viele Nützlinge stärker anziehen. Gelsenstecker sind auch keine Option, da sie Chemikalien freisetzen.

Was hilft wirklich gegen Gelsen?

Die einfachste und sicherste Methode, sich die Insekten in geschlossenen Räumen vom Leib zu halten, sind Fliegengitter und geschlossene Türen. Wenn dies nicht möglich ist, dann nur bei abgeschalteten Licht die Räume lüften, da Gelsen durch Licht angezogen werden.

Gartenbesitzer sollen immer darauf achten, die Regentonne abzudecken, denn Gelsen benötigen stehende Gewässer als Brutplatz. Im Freien wird angeraten, entsprechende Kleidung zu tragen und sich „bedeckt" zu halten.

Vorsicht ist bei ätherischen Ölen geboten: Vor allem Zitronendüfte, Eukalyptus und Lavendel wird nachgesagt, die Gelsen zu vertreiben. Das funktioniert aber nur dann, wenn das ätherische Öl hoch konzentriert ist - und dies wiederum kann Schleimhautreizung oder eine allergische Reaktion hervorrufen. Geeigneter sind spezielle Sprays, Gels und Lotionen.

Wenn man gestochen wurde, sollte man - auch wenn es schwer fällt - so wenig kratzen wie möglich. Kratzen verschlimmert die Schwellung, Gewebehormone werden freigesetzt und diese führen dann zu einer örtlichen Entzündung. Kühlende Gele verschaffen Linderung gegen den Juckreiz.

Haben Sie gerade kein Gel zur Hand, können Sie die Stichstelle mit rohem Zwiebel, Essig, Zitronensaft oder zerriebenen Spitzwegerich- oder Tomatenblättern einreiben. Das lindert für´s Erste den Juckreiz.

Mahlzeit: Es ist angerichtet

Sie haben gerade den Tisch gedeckt, alle freuen sich auf das gemeinsame Frühstück, aber gleichzeitig sind ungebetene Gäste gekommen....
Wespen sind derzeit die häufigsten und meist auch unbeliebtesten Tischgäste und das den ganzen Sommer lang.

Wespen sind zwar lästig, aber nicht gefährlich, wenn man nicht allergisch ist. Das Wichtigste ist, Ruhe zu bewahren. Auf keinen Fall hektisch herumfuchteln oder um sich schlagen, dann fühlen sich die Tiere bedroht und stechen erst recht! Was die Wespen auch in Rage bringt, ist Anpusten.  

  • Es ist ratsam, Getränke und Lebensmittel abzudecken und keinesfalls direkt aus Flaschen /Dosen zu trinken.
  • Süßlich riechende Parfums und Haarsprays sowie das Tragen weiter und knallige bunter Kleidung, in der sich Insekten verfangen bzw. diese anlocken können, ist zu vermeiden.
  • Besonders für unsere Kinder wichtig: Nicht barfuß über die Wiese gehen!
  • Sollte eine Wespe auf der Haut sitzen: Abstreifen oder abschütteln, nicht erschlagen.
    Töten ist keine gute Idee, weil Wespen Stoffe freisetzen, die Artgenossen in Alarmbereitschaft versetzen können.

Eine Sprühflasche mit Wasser leistet beim Vertreiben von Wespen gute Dienste. Einfach ein paar kurzen Sprühstöße und der Wespe wird suggeriert, dass es regnet und sie fliegt zurück zu ihrem Nest.

Darüber hinaus erfüllen Wespen - wie viele andere Insekten auch - eine wichtige Aufgabe im ökologischen Gleichgewicht der Natur. Dabei sind Wespen nicht nur schützenswert, sondern auch nützliche Helfer. Sie bekämpfen auf natürliche Weise unliebsame Schädlinge im Garten und bestäuben außerdem sogar einige Blütenpflanzen.

Weitere Informationen wie: „Gelsen - Lästige Quälgeister ohne Gift vertreiben" und „Wespen Kein Grund zur Panik" können Sie auf der Website der Umweltberatung kostenlos downloaden.

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