TV: Sat, Kabel und Terrestrik

Durchschnittlich ca. drei Stunden pro Tag verbringen die Österreicherinnen und Österreicher vor dem Fernsehgerät. Fernsehen bleibt also trotz steigender Internetnutzung ein wichtiges elektronisches Medium, um den Zuschauerinnen und Zuschauern aktuelle Informationen, aber auch Unterhaltung zu bieten.

In den letzten Jahren hat sich dabei sowohl in der Technik als auch im Programmangebot vieles verändert. Der Fernsehempfang funktioniert über Antenne (terrestrisches Fernsehen), über Kabel oder über Satellit und ist auch zum Teil über Internet möglich. In den letzten Jahren wurde die analoge Ausstrahlungstechnik für sämtliche Empfangsarten nach und nach durch die wesentlich modernere Digitaltechnik abgelöst.

Beim digitalen Fernsehen ist primär die Bild- und Tonqualität stark erhöht, es können aber auch mehr Programme übertragen werden. Die Digitaltechnik ermöglicht auch Zusatzdienste wie zum Beispiel digitale Programmzeitschriften, verbessertes Teletextangebot, interaktives Fernsehen etc..

Für den digitalen Empfang sind entsprechende Empfangsgeräte bzw. -boxen erforderlich. Bei neuen Fernsehgeräten sind diese in der Regel bereits eingebaut, dies ist an den entsprechenden Auszeichnungen auf den Geräten ersichtlich.

Rundfunkgebühren

Wer ein empfangsbereites Fernseh- oder Radiogerät besitzt, muss dafür Rundfunkgebühren an die Gebühren Info Service GmbH (GIS), eine Tochtergesellschaft des ORF, bezahlen. Die Rundfunkgebühren setzen sich zusammen aus dem Programmentgelt für den ORF, einer - je nach Bundesland unterschiedlich hohen - Landesabgabe sowie dem Kunstförderungsbeitrag und den Radio-/Fernsehgebühren, die an den Bund fließen.

Auf welchem Weg man Fernsehen empfängt oder ob und wie viele ORF-Programme man sieht, ist dabei an sich unerheblich. Online-Streaming über die Webseite oder TVthek des ORF fällt jedoch nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs aus 2015 nicht unter Rundfunkempfang und löst somit keine Gebührenpflicht aus. Haushalte mit geringem Einkommen können auf Antrag von den Rundfunkgebühren befreit werden. Weitere Kosten für das Fernsehen können z.B. durch den Anschluss an ein Kabel-TV-Netz oder bei Inanspruchnahme von Bezahlfernsehdiensten anfallen.

Da mittlerweile in vielen Regionen sowohl Kabel-TV-Anbieter Telefon- und Internetzugang anbieten als auch umgekehrt Telekom-Unternehmen den Zugang zu Fernsehprogrammen über die Telefonleitung ermöglichen, sollte geprüft werden, ob ein Komplettpaket möglicherweise günstiger kommt. Da die Empfangseinrichtungen für Kabel-TV und IPTV aber nicht gleich sind, sind bei einem Wechsel auch zusätzliche Aufwendungen, z.B. für die Herstellung des Anschlusses oder eine neue Box, zu berücksichtigen.

Werbung

Für die Werbung in Fernsehprogrammen gelten Beschränkungen. So darf zum Beispiel nach dem ORF-Gesetz unmittelbar vor und nach Kindersendungen keine an Kinder gerichtete Werbung gesendet werden. Die Einhaltung der Werberegeln und auch der sonstigen für ORF und Privatsender geltenden Regeln wird von der Kommunikationsbehörde Austria (KommAustria) kontrolliert. Beim ORF ist zur Vertretung der Interessen der Zuseherinnen und Zuseher bzw. Hörerinnen und Hörer per Gesetz der Publikumsrat des ORF eingerichtet.

WICHTIG

Wenn Sie übersiedeln, klären Sie rechtzeitig, ob Sie Ihren Kabel-TV-Anschluss „mitnehmen" können beziehungsweise wann Sie kündigen müssen, damit Sie nicht auch dann noch zahlen, wenn Ihre Wohnung längst neu bezogen wurde. Prüfen Sie bei neuen TV-Angeboten, ob die für Sie wichtigen Programme auch wirklich im „Basispaket" enthalten sind, oder ob Sie dafür erst teuer aufzahlen müssen.

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