Nie mehr als 60 Euro für mobile Datendienste

Früher gab es vielfach Probleme mit überraschend hohen Rechnungen im Zusammenhang mit hohem Datenverbrauch bei mobiler Internetnutzung: Bei vielen Tarifen war ein bestimmtes Datenvolumen gratis oder relativ günstig inkludiert, nach dessen Überschreiten wurde der Datenverkehr jedoch unverhältnismäßig teuer. Rechnungen in Höhe von € 1000,- und mehr waren folglich keine Seltenheit.

Um solche Probleme zu verhindern, hat die Regulierungsbehörde die Kostenbeschränkungsverordnung (KostbeV) erlassen. Seit Mai 2012 gilt daher Folgendes:

Bevor das im Handytarif inkludierte Datenvolumen aufgebraucht ist oder wenn bereits € 30,- Kosten (inkl. USt.) angefallen sind, müssen Konsumentinnen und Konsumenten grundsätzlich eine Warnmitteilung (per SMS) erhalten.

Bei Erreichen eines Betrages von € 60,- (inkl. USt.) hat der Telekombetreiber die mobilen Datendienste zu sperren. Mit Beginn eines neuen Abrechnungszeitraums ist der volle Zugang zum mobilen Internet dann automatisch wieder möglich.

Neben der Möglichkeit einer Sperre der Datendienste kann der Telekombetreiber auch die Bandbreitengeschwindigkeit drosseln (auf 128 Kbit/s). Dies ist bei heutigen Tarifmodellen durchaus üblich. Kundinnen/Kunden sind bei einer derartigen Drosselung aber zu informieren und können der Änderung auch widersprechen. In diesem Fall wäre dann - wie im Vorabsatz beschrieben - eine Sperre der mobilen Datendienste bei Erreichen eines Betrags von € 60,- (inkl. USt.) einzurichten.

WICHTIG

Das beschriebene gesetzliche Kostenlimit gilt nur für mobiles Internet, nicht jedoch für Telefonate und SMS. Überschreiten Sie die in Ihrem Tarif inkludierten Freiminuten bzw. Freimengen, besteht auch keine Verpflichtung Ihres Betreibers zu einer Warnmeldung.

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