Gesunde Ernährung

Die Ernährungsgewohnheiten haben sich in den letzten Jahren sehr verändert. Es wird weniger zu Hause gekocht und mehr auswärts gegessen. Die Verwendung von Fertiggerichten nimmt vor allem in Singlehaushalten immer mehr zu, denn KonsumentInnen wollen sich das Leben zunehmend vereinfachen und nicht mehr lange und aufwändig kochen.

Auch bei den Einkaufs- und Essgewohnheiten der ÖsterreicherInnen geht der Trend vor allem bei den jüngeren Menschen immer mehr zu Tiefkühlkost, Konserven und Fertiggerichten. Auch Käse, Wurst, Obst und Fleisch wird immer häufiger nur noch fertig abgepackt angeboten und verkauft. Dies führt wiederum dazu, dass man oft mehr Lebensmittel kauft (und meist auch konsumiert), als man wirklich benötigt.

Wie auch der letzte österreichische Ernährungsbericht bestätigt, essen viele Österreicherinnen/Österreicer zu viel und zu fett. Die ungesunde und zu kalorienreiche Ernährung kann mit der Zeit zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen wie beispielsweise zu hohem Blutdruck oder Diabetes führen.

Obwohl die Wichtigkeit von gesunder Ernährung allgemein bekannt ist, sind immer mehr Menschen von Essstörungen betroffen. Oft handelt es sich dabei um einen „Hilferuf der Seele", der professionelle therapeutische Hilfe notwendig macht. Auch das Vertrauen in Schlankheits- und Wundermittel, die ohne weitere Anstrengung und ohne Umstellung der Ernährung zur Traumfigur führen, wird meist enttäuscht. Da über die Nahrung die tägliche Menge an Nährstoffen, Fett, Eiweiß und Kohlehydraten aufgenommen und durch Bewegung wieder verbraucht wird, gilt für die Beibehaltung des Körpergewichts der einfache Grundsatz, dass die Energiebilanz ausgeglichen sein muss.

Ausgewogene Ernährung

Eine ausgewogene, gesunde Ernährung trägt sehr viel zum körperlichen und seelischen Wohlbefinden bei und sollte möglichst abwechslungsreich und vielseitig sein. Mehrere kleine Mahlzeiten halten den Blutzucker konstant und beugen Anfällen von Heißhunger vor. Der sparsame Konsum von Fett, fettreichen Lebensmitteln und auch von Salz wirkt sich ebenso wie die Reduzierung von tierischem Eiweiß (Eier, Wurst, Käse) positiv auf die Gesundheit aus. Es reicht, Fleisch- und Wurstprodukte nur etwa dreimal pro Woche zu konsumieren und den Schwerpunkt der Ernährung auf stärkereiche Lebensmittel (Nudeln, Reis, Brot, Kartoffeln, Getreideprodukte) sowie mehr Obst und Gemüse zu legen. Letztere liefern Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe und haben nur wenige Kalorien. Fisch enthält hochwertiges Eiweiß, hat wenig Fettgehalt und sollte öfter gegessen werden. Durch schmackhafte und schonende Zubereitungsarten wie Grillen, Dämpfen und Dünsten bleiben wertvolle Nährstoffe erhalten. Der Genuss von Süßigkeiten sollte nicht zur täglichen Gewohnheit werden, sondern nur hin und wieder in maßvoller Form erfolgen. 

Ganz wichtig ist es, zusätzlich zum Essen etwa zwei Liter Flüssigkeit pro Tag zu konsumieren. Dabei ist zu bedenken, dass Limonaden, aber auch Alkohol sehr viele Kalorien enthalten und Wasser oder Früchte- und Kräutertee nicht nur wesentlich gesünder, sondern auch viel billiger sind.

Wer langfristig und erfolgreich das Körpergewicht reduzieren will, muss in der Regel auch die Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten ändern. Nicht immer ist dazu gleich ein Fitnessstudio notwendig, manchmal ist es einfacher, einmal mit Treppensteigen statt Liftfahren oder mit Gehen statt Fahren zu beginnen. Das Abnehmen sollte langsam und in kleinen Schritten erfolgen und der Gewichtsverlust sollte nicht mehr als ein halbes Kilo pro Woche betragen. Dies ist ein realistisches Ziel und erhöht die Chancen auf einen dauerhaften Erfolg.

WICHTIG
Schreiben Sie ein paar Tage lang ganz ehrlich und sorgfältig auf, was Sie alles essen und vergessen Sie auch die kleinen Snacks zwischendurch und die Getränke nicht. Vergleichen Sie Ihre Aufzeichnungen mit den gängigen Regeln einer gesunden Ernährung und finden Sie heraus, was Sie leicht ändern könnten. Beginnen Sie mit Kleinigkeiten, bewegen Sie sich etwas mehr und machen Sie keine Radikalkuren!

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