Tätowierung

Tätowieren ist sehr modern. Für viele ist ein Tatoo ein besonderer Körperschmuck. Trotzdem sollte man gut überlegen, bevor man sich für eine Tätowierung entscheidet. Man muss bedenken, dass das Tattoo zwar entfernt werden kann, dies aber nicht immer vollständig gelingt und auch Narben hinterlassen kann. 

Nach einer Tätowierung ist es möglich, dass die Wundheilung je nach Körperteil bis zu einem dreiviertel Jahr dauert. Immer wieder ergeben Untersuchungen auch, dass manche Tätowierfarben einen erhöhten Gehalt an giftigen und zum Teil sogar als krebserregend eingestuften polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) enthalten. Zum Tätowieren zählt auch das Anbringen von Permanent-Make-Up.

Zu beachten ist:

  • Das Tätowieren von Personen unter 16 Jahren ist verboten.
  • Ab dem 18. Lebensjahr (Volljährigkeit) muss man eine schriftliche Einwilligungserklärung abgeben. Zwischen 16 und 18 Jahren ist eine schriftliche Einwilligung des Erziehungsberechtigten/der Erziehungsberechtigten notwendig.
  • Vor dem Tätowieren muss die Tätowiererin/der Tätowierer stets über die sachgerechte Nachbehandlung und mögliche Risiken wie Allergien, Entzündungen und Narbenbildung informieren. Über das Informationsgespräch ist eine schriftliche Bestätigung erforderlich.
  • Personen, die unter bestimmten Krankheiten leiden, dürfen nicht tätowiert werden. Dabei handelt es sich z.B. um Diabetes, Hepatitis, Blutgerinnungsstörungen, Geschlechtskrankheiten, fieberhafte Infekte, Ekzeme oder bestimmte Allergien.
  • Auch ist zu beachten, dass Magnetresonanzuntersuchungen durch Tattoos manchmal verfälschte Ergebnisse bringen oder sogar unmöglich werden!
  • Das Wichtigste in einem Tätowierstudio ist die Hygiene. Erst wenn der Behandlungsraum einen hygienisch guten Eindruck macht, sollte man sich der Tätowiererin/dem Tätowierer anvertrauen. Wenn nicht, ist es wohl besser, sich jemanden anderen zu suchen.
  • Die schriftliche Einwilligung, die schriftliche Bestätigung über das Aufklärungsgespräch sowie eine Kurzbeschreibung der erbrachten Leistung und die Chargennummern der verwendeten Farben und Stoffe sind vom Unternehmen zu dokumentieren und 10 Jahre aufzubewahren. Eine Kopie der genannten Dokumente muss der Konsumentin/dem Konsumenten  gegeben werden!
  • Im Falle von gesundheitlichen Problemen nach erfolgter Tätowierung unbedingt rasch eine Ärztin/einen Arzt aufsuchen!
  • Besondere Vorsicht bei sogenannten „Tattoo Conventions"! (Als „Tattoo Conventions" werden Veranstaltungen - z.B. Tattoo Messen - bezeichnet, bei denen nationale und internationale Dienstleister ihr Können zeigen.) Aufgrund der hohen Kundenfrequenz kommt die Aufklärung kaum zustande, und hygienische Maßnahmen sind oft nicht in Ordnung. Zudem haben dort tätige ausländische Tätowiererinnen/Tätowierer oftmals keinen Gewerbeschein.
  • Für Personen, die sich Tätowierungen unterzogen haben, ist für die Dauer von 12 Monaten nach dem Ereignis das Blutspenden ausgeschlossen (reduzierte Ausschlussdauer von 4 Monaten, falls ein NAT-Test auf Hepatitis C negativ ausfällt).
  • Achtung: Schwangere Frauen sollten sich nicht tätowieren lassen.

In Österreich tätige Tätowiererinnen/Tätowierer brauchen eine Gewerbeberechtigung. Dafür muss eine entsprechende Ausbildung oder entsprechendes Fachwissen nachgewiesen werden. In Österreich unterliegen Tätowierstudios strengen Auflagen und Kontrollen.

Tätowierbetriebe gehören zum Gewerbe Fußpflege, Kosmetik und Massagebetriebe. Die Österreichische Wirtschaftskammer LINK(WKÖ) gibt Ihnen Auskunft, ob der Betrieb die vorgeschriebene Gewerbeberechtigung hat. 





ACHTUNG: Das Logo alleine sagt jedenfalls noch nichts über die Gewerbeberechtigung aus!

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