Girokonto

Am Girokonto, einem Bankkonto, das von einem Kreditinstitut geführt wird, werden sämtliche Ein- und Ausgänge vermerkt und gegengerechnet (saldiert). Beinahe alle notwendigen Geldtransaktionen wie etwa die Auszahlung des Gehalts oder die Bezahlung von diversen Rechnungen erfolgen bargeldlos und werden über ein Girokonto abgewickelt.

Hohe Zinsen bei Kontoüberziehungen

Ein Leben ohne Girokonto ist in der heutigen Zeit kaum mehr vorstellbar. Ohne Girokonto sind die Kosten von finanziellen Transaktionen, wie Überweisungen oder Einzahlungen wesentlich teurer. Ein Girokonto kann von Jugendlichen ab dem 14. Lebensjahr eröffnet werden.

Während das Girokonto den alltäglichen Zahlungsverkehr erleichtern soll, ist es nicht zur Geldanlage geeignet, da die Habenzinsen (also die Zinsen, die man für ein Guthaben erhält) regelmäßig sehr gering sind.

Wer die günstigsten Konditionen anbietet, erfahren Sie beim Bankenrechner der Arbeiterkammer (siehe unter Materialen).

Kreditinstitute bieten beim Girokonto in der Regel einen Kontorahmen an, bis zu dem man das Girokonto kurzfristig überziehen kann. Dieser beträgt - abhängig von der jeweiligen Bank - meist zwischen zwei und vier Nettomonatsgehältern. Die Zinsen dafür sind vergleichsweise hoch: Oft ist es günstiger einen Kredit aufzunehmen, falls man das Geld längerfristig benötigt. Wird der vereinbarte Überziehungsrahmen überschritten, können zusätzlich auch noch Verzugszinsen verrechnet werden. Ist eine solche Überschreitung erheblich und dauert sie länger als einen Monat, ist das Bankinstitut verpflichtet, den Kundinnen/Kunden den Sollzinssatz, die Verzugszinsen und mögliche sonstige Kosten mitzuteilen.

Inhaberinnen/Inhaber eines Girokontos bekommen mindestens einmal monatlich einen Kontoauszug, auf dem alle Ein- und Ausgänge sowie die angefallenen Zinsen ersichtlich sind. Jeder Kontoauszug sollte rasch auf Richtigkeit überprüft werden. Zwar stellt es in der Regel kein Anerkenntnis der Forderungen der Bank dar, wenn keine Einwendungen gegen den Kontoabschluss erhoben werden. Um Streitfälle zu vermeiden, sollten Einwendungen aber dennoch innerhalb der am Auszug genannten Frist erhoben werden.

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