Informationspflichten beim Hypothekarkredit

Ähnlich wie bereits beim Verbraucherkreditgesetz (VKrG), sind im Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz (HIKrG) weitreichende Informationspflichten vorgesehen. Alle im Gesetz vorgesehenen Informationen müssen unentgeltlich erteilt werden!

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Wenn für Hypothekar- oder Immobilienkredite mit Zahlen oder Zinssätzen geworben wird, müssen in der Werbung auch Hinweise auf andere wichtige Eckdaten des Kredits erteilt werden (z.B. effektiver Jahreszinssatz, zu zahlender Gesamtbetrag).

Allgemeine Informationen für Konsumentinnen/Konsumenten müssen jederzeit bereit gestellt werden

Das sind z.B. Angaben über Kreditzweck, mögliche Laufzeiten, Arten von angebotenen Sollzinssätzen, repräsentatives Beispiel, Kosten, Optionen zur Rückzahlung etc.

Diese müssen von den Kreditgeberinnen/Kreditgeber unabhängig von der Anbahnung eines konkreten Vertragsverhältnisses jederzeit bereitgestellt werden - entweder auf Papier, einem anderen dauerhaften Datenträger oder in elektronischer Form (z.B. auf der Webseite).

Vorvertragliche Informationen - rechtzeitig vor Bindung an den Vertrag

Diese müssen mittels eines gesetzlich vorgeschriebenen Standardformulars („ESIS-Merkblatt") auf Papier oder einem anderen dauerhaften Datenträger erteilt werden - und zwar rechtzeitig bevor Verbraucher/innen an den Kreditvertrag oder ein Angebot gebunden sind.

Wichtig dabei ist, dass vorvertragliche Informationen auf die Konsumentin/den Konsumenten individuell zugeschnitten sein müssen. Die Informationen sollen es ermöglichen, Kreditprodukte zu vergleichen und eine fundierte, wohldurchdachte Entscheidung zu treffen.

Zusätzliche Erläuterungen

Kreditgeberinnen/Kreditgeber haben außerdem zusätzliche, formlose Erläuterungspflichten, damit sie beurteilen können, ob vorgeschlagene Kreditverträge den eigenen Bedürfnissen und der finanziellen Situation gerecht werden.

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