Allgemeines

Während das Verbraucherkreditgesetz (VkrG) mit 11.6.2010 in Kraft getreten ist,  war dies beim Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz (HIKrG) erst mit 21.3.2016 der Fall. Beide Gesetze beruhen auf EU-Richtlinien. In vielen Bereichen sind die Regelungen sehr ähnlich und werden daher gemeinsam dargestellt. Abweichende Regelungen sind im Kapitel "Verbraucherkredit" und "Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz" zu finden.

Wenn Verbraucher/innen für private Zwecke einen Kredit aufnehmen wollen, ist das Verbraucherkreditgesetz (VKrG) grundsätzlich anwendbar. Das Verbraucherkreditgesetz regelt sämtliche Finanzierungsmöglichkeiten, also nicht nur normale Bankkredite, sondern auch Überziehungsmöglichkeiten auf einem Girokonto, von Unternehmen (z.B. Möbel- oder Autohäuser) eingeräumte Stundungen oder Ratenzahlungsmöglichkeiten und schließlich auch Leasingfinanzierungen (Näheres dazu im Kapitel "Leasing").

Bis 21.3.2016 waren auch die Hypothekarkredite vom Anwendungsbereich des VKrG mitumfasst. Mit 21.3.2016 ist in Umsetzung einer europäischen Richtlinie das Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz (HIKrG) in Kraft getreten.
Das Gesetz gilt für

  • Immobilienkredite, d.h. Kredite, die für den Erwerb oder die Erhaltung von Eigentumsrechten an einer unbeweglichen Sache bestimmt sind sowie
  • Hypothekarkredite, d.h. Kredite, die durch ein Pfandrecht oder ein sonstiges Recht an einer unbeweglichen Sache besichert werden, die zwischen Unternehmen und Verbraucherinnen und Verbraucher nach dem 21.03.2016 abgeschlossen wurden

Hinweis: Weil aber meist Banken die Kreditgeberinnen sind, werden wir im weiteren Text auch nur die Banken erwähnen, auch wenn alle Kreditgeberinnen und Kreditgeber erfasst sind.

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