Smart Meter – Intelligente Stromzähler

veröffentlicht am 12.03.2020

Info Folder der E-Control

Zeichnung von ratlosem Mann vor Smart Meter, © E-Control
Bis 2020 sollen EU-weit 80 Prozent aller Haushalte mit einem Smart Meter ausgestattet sein. Österreich hat dabei eine Vorreiterrolle und will bereits 2022 mit 95 Prozent eine fast flächendeckende Versorgung verwirklichen.

Was sind Smart Meter eigentlich?

Anders als mechanische Stromzähler, zeichnen die elektronischen Zähler das Verbraucherverhalten auf und erlauben eine detaillierte Auswertung. Damit sollen Kundinnen und Kunden auf etwaige Verbrauchsspitzen reagieren können und so dazu beitragen, den Stromverbrauch zu senken. Andererseits können die Konsumentinnen und Konsumenten damit sparen,  auch die Auswahl von Anbietern, die besonders günstige Tarife anbieten, soll damit gefördert werden.

In der Broschüre werden die Vorteile aufgezeigt:

  • Die Ablesung: Sie müssen sich nicht mehr um Ihren Zählerstand kümmern; der Smart Meter kann von Ihrem Netzbetreiber aus der Ferne ausgelesen werden.
  • Die Abrechnung: Durch die automatische Ablesung werden die Zählerstände genau und zeitnah ermittelt. Das gilt auch für Tarifänderungen während des Jahres oder bei einem Lieferantenwechsel. Wenn Sie es wünschen, können Sie eine monatliche Abrechnung fordern.
  • Der Verbrauch: mit dem Smart Meter haben Sie einen besserer Überblick über Ihren Energieverbrauch. Dadurch können Sie z.B. Stromfresser „entlarven“ und Ihren Verbrauch selbst kontrollieren und steuern.

Hier finden Sie den Folder zum Download oder weitere Infos unter dem Link www.e-control.at/smart-meter

Wenn Sie den Smart Meter nicht wollen

Es gibt natürlich auch kritische Stimmen, die diese neuen Zähler ablehnen. Die meisten Bedenken bestehen bezüglich Datenschutz, wo es z.B. die Sorge gibt, dass die Daten in falsche Hände geraten könnten oder sich aus dem Verbrauch relevante Verhaltensmuster ableiten lassen.

Der elektronische Zähler selbst kann nicht abgelehnt werden. Wenn gewünscht, muss aber der Netzbetreiber den elektronischen Zähler derart konfigurieren, dass keine Monats-, Tages und Viertelstundenwerte gespeichert und übertragen werden können und die Abschaltfunktion sowie Leistungsbegrenzungsfunktion deaktiviert sind.

Diese Opt-Out-Konfiguration muss am Messgerät ersichtlich sein. Für Abrechnungszwecke oder für Verbrauchsabgrenzungen z.B. Lieferantenwechsel, Tarif- bzw. Preisänderungen darf der Zählerstand ausgelesen werden.

Eine getätigte Auswahl für ein Opt-Out kann jederzeit geändert werden; dafür kontaktieren Sie Ihren Netzbetreiber!

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