VKI Ratgeber: Smart Home - Systeme, Funktionen, Beispiele

veröffentlicht am 28.04.2020

Unser Alltag wird immer intelligenter. Dahinter steckt die zunehmende digitale Vernetzung sämtlicher Bereiche unseres täglichen Lebens. Die smarte Revolution hat längst auch den privaten Wohnbereich erfasst. Per Computer oder Smartphone lässt sich vieles an persönlichen Bedürfnisse in Wohnräumen und -häusern anpassen: Lichtquellen schalten sich selbststätig ein und aus, Haushaltsgeräte und Heizung arbeiten automatisiert. Auch Sicherheitstechnik, die gegen Einbruch und unbefugtes Betreten des Grundstücks schützt, gehört zum Standard von Smart Home Systemen. Das neue KONSUMENT-Buch Smart Home ermöglicht Interessierten einen leichten Einstieg und hilft die passende Ausstattung für die eigenen Bedürfnisse zu finden.

Smart Home: Was ist das?

Die Bezeichnung Smart Home dient als Oberbegriff für bestimmte technische Verfahren und Systeme in Wohnräumen und -häusern, in deren Fokus eine Erhöhung von Wohn- und Lebensqualität, Sicherheit und effizienter Energienutzung liegt. Das alles auf Basis vernetzter und fernsteuerbarer Geräte und Installationen sowie automatisierbarer Abläufe. 

Darunter fallen etwa die Vernetzung von Haustechnik und Haushaltgeräten wie z.B. Lichtquellen, Heizung, Herd, Kühlschrank, Waschmaschine und Jalousien, aber auch vernetzte Komponenten der Unterhaltungselektronik wie z.B. die zentrale Speicherung und heimweite Nutzung von Video- und Audioinhalten sowie die Vernetzung von Sicherheitssystemen wie z.B. Kameras, Alarmgeräten und Türschlössern.

Neben dem Begriff Smart Home haben sich Bezeichnungen wie z.B. Smart Living oder Intelligent Home etabliert.

Smarthome, © unsplash.com_viniciusamano

Einsatzbereiche im Smart Home

Die Zahl der am Markt befindlichen Produkte und Lösungen ist groß, die Möglichkeiten fast unendlich. Anwenderinnen und Anwender können aus einer breiten Palette an Produkten wählen: Vom Alarmsystem über den Staubsaugerroboter bis zur Waschmaschine. Ein Smart Home kann im Neubau entstehen; es lassen sich aber auch ältere Häuser und Wohnungen nachrüsten.

Einsteigersets gibt es ab wenigen hundert Euro; nach oben sind die Grenzen offen. Flexibler bleibt man mit einem offenen System, hier können verschiedene Anwendungen gut miteinander kombiniert und ergänzt werden, unabhängig vom Hersteller. Geschlossene Systeme sind häufig nicht mit anderen Herstellern kompatibel.  

Smart Home Funktionen, die den Wohnkomfort erhöhen und sich mit Hilfe des Ratgebers leicht realisieren lassen sind etwa:

Beleuchtungstechnik

Mit smarter Lichttechnik lässt sich die Beleuchtung mit wenig Aufwand immer und überall den eigenen Wünschen anpassen und dabei auch noch Strom sparen. Sie können z.B. festlegen, dass sich das Licht automatisch ausschaltet, wenn sich kein Bewohner mehr in einem Raum befindet.

Heizungs- und Klimasteuerung

Eine Smart Home Steuerung der Heizung oder der Klimaanlage zielt auf eine optimale, bedarfsgerechte Wärmeversorgung ab. Ziel ist es, in den Räumen nur dann Wärme zur Verfügung zu stellen, wenn diese auch wirklich gebraucht wird. So können Sie z.B. die Heizung den Tag über automatisch herunterregeln, am Abend wird die Temperatur wieder gesteigert. Dadurch sparen Sie Geld, denn während Sie im Büro sind, wird nicht unnötig geheizt.

Sicherheitstechnik

Sicherheitsanwendungen zählen zu den wichtigsten Funktionen eines Smart Home. Dafür werden Sensoren und weitere sicherheitsrelevante elektronische Geräte wie z.B. Bewegungs-, Tür- und Fenstersensoren, Rauchmelder und Kameras installiert, die Benachrichtigungen aussenden können.  

Wrd z.B. während Ihrer Abwesenheit eine Tür oder ein Fenster im geschlossenen Zustand von außen geöffnet, so registriert dies ein Tür- bzw. ein Fensterkontakt und schickt Ihnen eine Meldung auf das Smartphone. Wird ein Rauchmelder in Abwesenheitszeiten ausgelöst, alarmiert er Sie per App.

Wie steht es um die Sicherheit der Daten?

Auch und vor allem im Smart Home gilt es, Netz und persönliche Daten zu schützen. Der Ratgeber informiert Sie über einfache Regeln, die für mehr Datensicherheit sorgen.

Smart Home Systeme im Überblick

Alles aus einer Hand oder lieber selber machen?  Der Smart Home Markt lässt sich grob in fünf Felder aufteilen: Komplettsystem-Anbieter, Komponenten-Anbieter, Plattform-Anbieter, Digitale Assistenten sowie Do-It-Yourself- Lösungen (DIY). 

Im neuen Ratgeber des VKI finden Sie Informationen über aktuell verfügbare Smart Home Systeme:

Komplett-Systeme

Das Angebot an Smart Home Komplett Systemen ist mittlerweile groß. Die Systeme arbeiten in der Regel mit einer eigenen Systemzentrale (Gateway, Basisstation) für den Anschluss an den WLAN-Router und mit einer eigenen App. Eine Kommunikation über die Herstellergrenzen findet üblicherweise nicht statt oder nur äußerst eingeschränkt. Eine Entscheidungshilfe gibt der neue Ratgeber und stellt nachfolgende Anbieter wie zB. Bosch, Loxone oder Ikea Home Smart und deren Systeme vor.

Provider Lösungen

Neben den klassischen Herstellern, bieten auch Mobilfunkprovider zunehmend Smart Home Segmente an. Dabei setzen sie auf eine selbstkreierte Steuerungs-Plattform, in die sich verschiedene Smart Home Geräte wie z.B. Kameras, Sensoren, Sprachdienste und Streaming-Angebote integrieren lassen. Der Ratgeber informiert über:

  • A1 Smart Home
  • Drei Home
  • Magenta Smart Home

Diskonter-, Baumarkt und andere Lösungen

Es finden sich im Smart Home Umfeld auch weitere Unternehmen, die am wachsenden Markt partizipieren wollen, etwa verschiedene Diskonter und Baumarktketten. So haben z.B. der Diskonter Hofer sowie Lidl und Penny immer wieder smarte Produkte im Angebot. Der Fokus liegt hier bei smarten Lampen, Staubsauger- und Mäh-Robotern sowie Fernsehern und Überwachungskameras. Auch Baumärkte bieten eigene Smart Home Produktlinien an. Mehr Informationen finden Sie im Ratgeber. 

Digitale Assistenten

Einem Segment hat der Smart Home Bereich in den letzten Jahren enormen Auftrieb beschert und die Tür in den Massenmarkt geöffnet: den digitalen Assistenten. Dazu informiert der Ratgeber über folgende Software:

  • Google Assistant/Google Home/Google Nest
  • Amazone Alexa/Amazon Echo
  • Apple Siri/Apple Homepod
  • Microsoft Cortana
  • Samsung Bixby

DIY (Do it yourself) Systeme

Wer über technisches Verständnis und Geschick verfügt, kann sich durchaus selber ein Smart Home aufbauen. Der Zeitaufwand dafür ist zwar höher als bei gekauften Komplettlösungen, dafür sind derartige Systeme im Gegenzug deutlich billiger. Im Buch können Sie sich über die Systeme Raspberry Pi und Arduino informieren.

Plattformen

Abschließend informiert der Ratgeber über die Plattform IFTTT (If This Then That) und Conrad Connect.

Smart-Home-Beispielprojekte und Bestellmöglichkeit

Das Werk enthält verschiedene Beispielprojekte, mit denen Sie erste Schritte in Ihrem eigenen Smart Home rasch und einfach umsetzen können. Der Fokus liegt auf Umsetzungen, die nicht nur in Häusern sondern auch in Wohnungen möglich sind.

Weiters werden in einem Glossar wichtige Begriffe rund um Smart Home erklärt. Eine Leseprobe und Informationen zur Bestellung des Ratgebers finden Sie hier.

Thomas N. C. Mach -  Smart Home. Systeme, Funktionen, Beispiele. Hrsg. Verein für Konsumenteninformation - Wien 2020; Paperback - 154 Seiten ISBN 978-3-99013-092-6, 19,90 € (+ Versandkosten).























 


Smarthome, © unsplash.com_viniciusamano
Smarthome, © unsplash.com_viniciusamano


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