Privates CO2-Sparen durch Auto-, Fleischverzicht und Energiesparen

veröffentlicht am 09.06.2020

Klimaschutz und was jede und jeder dazu beitragen kann

Tropenwald in Form eines Fußabdruckes, © Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/ColiN00B-346653/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=image&utm_content=4123698">Colin Behrens</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=image&utm_content=4123698">Pixabay</a>
Auch wenn es bis zur endgültigen Bekämpfung noch dauern wird, scheint die Corona Krise zumindest in unseren Breitegraden einigermaßen bezwungen.

Höchste Zeit jedenfalls, sich auch wieder anderen, durchaus auch lebensbedrohenden Themen zu widmen. Die Klimakrise ist akuter denn je, schon im Frühjahr zeigen sich wieder dramatische Vorboten wie Trockenheit, Stürme und Unwetter.  

Auch wenn wir die Politik und Industrie nicht aus ihrer Verantwortung entlassen können, überlegen immer mehr Menschen was sie selbst zur CO2 Reduktion beitragen können, haben doch die letzten Monate gezeigt, dass Konsumieren auch anders gehen kann.

Was lässt sich durch Veränderungen des Lebensstils einsparen?

Ein internationales Wissenschaftlerteam hat aus der Analyse von fast 7.000 Studien die wirksamsten Maßnahmen für die Reduktion von Kohlendioxid, DEM Treibhausgas, erarbeitet.  
Sie fanden insgesamt 711 Möglichkeiten, die das Potenzial haben, das Klima zu schonen und den Klimawandel abzumildern. In die einzelnen Lebensbereiche unterteilt wird dargestellt welches die größten „Klimakiller“ sind und durch welche einfachen Schritte gespart werden könnte.

Mobilität

Die meisten Untersuchungen fanden die Wissenschaftler/innen zum Bereich Transport. Hier wäre die Einschränkung der Individualverkehrs mit Autos eine wirksame Lösung, das CO2 zu vermindern.
Der Wechsel hin zur Elektromobilität und der Reduktion von Langstreckenflügen ist in der Rangliste der Maßnahmen mit dem höchsten CO2-Sparpotenzial ganz oben. Nur ein Flug weniger – durchschnittlich gerechnet pro Person und Jahr – würde schon einige Tonnen CO2 sparen. 

Auch der Wechsel zu öffentlichen Verkehrsmitteln oder Car-Sharing wird empfohlen.

Ernährung  

Auch wenn es manche nicht gerne hören, veganes oder vegetarisches Essen sind der wichtigste Beitrag, um Schadstoffe in diesem Bereich zu minimieren. Hier ließe sich durch einen veganen Lebensstil knapp unter eine Tonne CO2 pro Person und Jahr einsparen. Auch Effizienzmaßnahmen beim Kochen sowie beim Kühlen von Lebensmitteln würden einiges bringen. Der Griff nach biologischen und regionalen Produkten sowie das Vermeiden von Lebensmittelverschwendung wären ebenso wichtige Beiträge.   

Wohnen   

Erneuerbare Energien, thermische und andere bautechnische Maßnahmen sowie generell energiesparendes Handeln werden hier als Schritte in die richtige Richtung aufgezeigt. Geringere Wohnflächen und Gemeinschaftswohnungen sind wohl gerade für die wohlhabenden Länder eine wichtige Empfehlung[BMASGK1] .

Konsum im Allgemeinen

Ein effizienter Umgang mit allen Produkten, z.B. Reparieren statt Wegwerfen, Teilen und Wiederverwenden sind die Gebote für die Verbesserung der Klimabilanz.  Auch ein sparsamer Umgang mit Textilien, weniger Plastik- und Papierverbrauch, werden als Sparpotenzial erkannt.

Auch wenn man jetzt glaubt, dass alles schon zu wissen, ist es doch eine einzigartige Untersuchung die die Essenz aus zahlreichen Studien zusammenfasst. Jedenfalls sollte es zu denken geben, dass der jährliche ökologische Fußabdruck einer Person aus Nordamerika durchschnittlich rund 13,4 Tonnen und aus Europa ungefähr 7,5 Tonnen beträgt, während z. B. ein/e Afrikaner/in auf rund 1,7 Tonnen kommt. 

Das englische Manuskript mit vielen interessanten Details finden Sie hier: https://doi.org/10.1088/1748-9326/ab8589


 

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