Gefährliche Anrufe: Abzocke durch angebliche Microsoft-Mitarbeiter

veröffentlicht am 24.07.2020

Seit einigen Jahren gibt es immer wieder Beschwerden über Betrüger, die sich am Telefon als Microsoft-Mitarbeiter ausgeben und behaupten, dass Ihr Computer angeblich von Viren befallen sei. Die „Microsoft-Betrugsmasche“ ist also wieder da, denn Kriminelle dürften die Coronakrise für vermehrte Anrufe nützen.

Auch eine besorgte Konsumentin schilderte uns von einem derartigen Betrugsversuch: Ein Anrufer vom „Technical Department Microsoft-Support“ erklärte ihr in gebrochenem Englisch, dass er „alles über sie wüsste“ und sie ihm via Team Viewer einen Zugang zum Computer geben soll um „ein issue (Problem)“ zu beheben.

Microsoft Logo, © Photo by Franck V. on Unsplash
Microsoft ruft Sie nicht an!

Bereits in der Vergangenheit hat Microsoft seine Kundinnen und Kunden vor derartigen Betrugsversuchen gewarnt, denn Support-Mitarbeiter würden nie unangekündigt anrufen.

Kundinnen und Kunden, die ein Problem mit ihrem Windows-System haben, müssen selbst Microsoft kontaktieren. 

Wie können Sie sich schützen

Wenn auch Sie von einem angeblichen Supportmitarbeiter der Firma Microsoft angerufen werden, der Sie über ein Computerproblem informiert, sollten Sie sofort auflegen! 

Denn diese „Betrugsmasche“ zielt darauf ab, sich Zugang zu Ihrem Computer zu verschaffen. Haben die Betrüger einmal Zugang, installieren sie Fremdsoftware, mit denen sie auf Ihre persönlichen Daten zugreifen können. Oder sie legen einfach Ihren Computer lahm und fordern von Ihnen Lösegeld.

Wenn Sie auf Drängen des Anrufers doch eine Software installiert haben, sollten Sie umgehend Ihren Computer vom Netz nehmen. Danach sollten Sie die installierte Software beseitigen (gegebenenfalls einen Techniker hinzuziehen) und alle Passwörter ändern; wie z.B. den Online-Banking-Account. Sie sollten den Vorfall weiters der Polizei melden und Strafanzeige erstatten.

Solche Anrufe sollten Sie auch der RTR Meldestelle (Rundfunk- und Telekommunikation GmbH) zur Kenntnis bringen. Sie helfen so mit, derartigen Rufnummernmissbrauch zu bekämpfen.

Weitere Informationen und Beratung zu den Themen Datenklau, Phishing, Schadsoftware uvm., erhalten Sie auch auf der Watchlist Internet des Internetombudsmannes.

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