Frühjahrsputz – sauber auch für die Umwelt

veröffentlicht am 29.04.2020

In einem sauberen Zuhause fühlt man sich wohler. Die äußere Ordnung verschafft vielen auch innere Zufriedenheit 

Sprühflasche und Zitronen neben Abwaschbecken, © Photo by Crema Joe on Unsplash

Die Sonne strahlt wieder verstärkt vom Himmel; das ist sehr positiv auch für unsere Stimmung. Aber gerade jetzt, weil viele von uns coronabedingt immer noch mehr Zeit daheim verbringen als sonst, werden auch manch „dunkle Flecken“ deutlich sichtbarer.

Es ist also endlich der Frühlingsputz angesagt; vielleicht auch eine willkommene Abwechslung, damit einem die Decke nicht auf den Kopf fällt. Und weil dabei auch die Umwelt geschont werden soll, haben wir ein paar Tipps zusammengestellt.



Fensterputzen

Das Fensterputzen gehört zum klassischen Frühjahrsputz! Es braucht aber keine Spezialreiniger, damit die Sonne wieder ungetrübt ins Zimmer strahlen kann.
Das wussten schon unsere Großmütter:

  • Fenster nicht bei direkter Sonneneinstrahlung putzen. Das Putzwasser an der Scheibe trocknet sonst zu schnell und hinterlässt unschöne Streifen.
  • Mikrofasertuch und Wasser sind meist ausreichend, bei gröberen Verschmutzungen einen Spritzer Geschirrspülmittel oder einen ökologischen Glasreiniger einsetzen.
  • Bei sehr kalkhaltigem Wasser einen Schuss Essig, Spiritus oder Zitronensaft ins Putzwasser; das hilft gegen Kalkflecken.
  • Statt einem gewöhnlichen Putzfetzen kann man auch alte Zeitungen verwenden: im nassen Zustand zum Putzen, trocken können sie zum Nachpolieren der Fenster eingesetzt werden.
  • Je schneller die Scheibe trocken poliert wird, desto weniger Streifen bleiben zurück.

 Das Bad

Hier könnte der erste Schritt ein „Ausmisten“ sein; finden sich in Körbchen oder Laden noch vergessene Shampoos oder Zahnpasten, alte Zahnbürsten, die niemand mehr braucht oder Hautpflege, die nicht mehr verwendet werden kann?

Der häufige Einsatz von aggressiven Putzmitteln raut die Oberflächen von Badewanne und Co. auf, wodurch es leichter zu Verfärbungen kommt.
Ein Hausmittel gegen Verfärbungen ist Backpulver: es wird im feuchten Waschbecken oder der Badewanne verteilt. Nach einer gewissen Einwirkzeit kann man es abreiben.

Auch um Fugen wieder hell zu kriegen, kommt Backpulver beziehungsweise Essig zum Einsatz. Werde die beiden Stoffe gemischt, entsteht ein schäumendes Gebräu, mit einer (ausgemusterten) Zahnbürste kann nun der Schmutz aus den Fugen geschrubbt.

Gegen Kalkflecken kommen auch im Bad Essig- oder Zitronensäurereiniger zum Einsatz.

Die Küche

Sofern Sie es nicht sowieso regelmäßig machen - bevor es ans Putzen geht, empfiehlt sich auch hier zuerst ein Check: sind alle haltbaren Lebensmittel gut verpackt? Das schützt am besten vor Motten oder Ameisen. Gibt es Vorräte, die bald verbraucht werden müssen?

Besonders in der Küche gilt - Zeit statt Spezialchemie.
Durch Fett und Kochdunst entsteht ein hartnäckiger Schmutzfilm, der mit fettlösenden Küchenreiniger oder Geschirrspülmittel beseitigt werden kann. Wer das Mittel über Nacht einwirken lässt, kann den Schmutz am nächsten Tag leichter entfernen.

Auch in der Küche kann Backpulver zu mehr als zum Backen verwendet werden:  eine Paste aus Backpulver und Wasser ersetzt aggressive Backofenreiniger. Die Paste auftragen, über Nacht einwirken lassen, am nächsten Tag lässt sich der Schmutz einfach entfernen.

Vergessen Sie neben den Küchenkästen, Geräten und Flächen den Kühlschrank nicht. Alle Fächer und Schubladen werden mit Warmwasser und Essig gewischt, die Dichtungen rund um die Türen schließen besser, wenn sie sauber und von Brösel befreit sind.

Der Wohnbereich

Was hier am besten wirkt, ist abhängig von der Einrichtung: Glasflächen, Teppiche,  Polstermöbel und  Holz benötigen unterschiedliche Behandlung.

Meist reicht ein neutraler Allzweckreiniger für alle Wohnbereiche. Ökologische Mittel, richtig dosiert, sind die beste Wahl für Umwelt und Gesundheit.  

Teppiche und Polstermöbel werden sowieso regelmäßig gesaugt, für Flecken reicht meist warmes Wasser und ein Schwamm. Um Flecken aus der Polstergarnitur zu bekommen, kann ein Schuss fettlösendes Spülmittel die Ergebnisse verbessern. Ein klassischer Trick, um ohne aggressive Chemie Polstermöbel reinigen zu können, ist ein billiger Rasierschaum.

Bei Holzmöbel und –flächen muss darauf Rücksicht genommen werden, ob das Holz lackiert, geölt oder unbehandelt ist. Das feuchte Wischen ist in jedem Fall möglich, für unbehandelte Holzmöbel ohne Lackierung passt eine einfache, warme Seifenlauge zum Putzen. 
Essig eignet sich, besonders, wenn Wasserflecken auf der Holzfläche vorhanden sind, als 1:1 Gemisch mit Öl, als Holzpolitur.

Die richtigen Putzmittel

Wir haben hier einige Hausmittel oder selbst gemachte Mittel vorgestellt, es gibt aber auch im Handel ein großes Angebot an ökologischen und gesundheitlich unbedenklichen Produkten.

Auf der Website der UMWELTBERATUNG finden Sie in der Öko-Rein Datenbank www.umweltberatung.at/oekorein rund 700 umwelt- und gesundheitsschonende Erzeugnisse, die strengen Kriterien, z.B. kein Mikroplastik, entsprechen. Auch bei ökologischen Putzmitteln ist es wichtig, die Dosierungsangaben auf der Verpackung zu beachten.

Hat Sie jetzt die „Putz-Lust“ gepackt? Viel Erfolg bei ihrem Reinemachen und denken Sie daran: Sauberer als sauber wird’s nicht!

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