Coronavirus Teil 2: online-Einkaufen ohne böses Erwachen

veröffentlicht am 23.03.2020

Da ein Großteil des stationären Handels vorübergehend geschlossen bleibt und die Menschen zuhause bleiben müssen, erlebt der Internet-Handel einen wahren Boom. Der Internet Ombudsmann und die Watchlist Internet geben wichtige Hinweise.

Covid-19 hat auch in Österreich den Alltag auf den Kopf gestellt. Dem digitalen Zeitalter sei Dank können viele aber nicht nur im Home-Office ihre Arbeit verrichten, sondern auch Einkaufen klappt via Internet problemlos. Diese Möglichkeit wird aktuell massiv genützt: Ob man nun dringend etwas braucht, aus Langeweile, weil man sich eine kleine Freude gönnen will oder man den verlockenden Angeboten, die zurzeit verstärkt eintrudeln, nicht widerstehen kann – Online-Shopping boomt wie nie zuvor.

Wer aktuell im Internet einkauft, sollte sich nicht nur vor Betrügern und Fake-Shops hüten, sondern sieht sich mit zahlreichen weiteren Fragen konfrontiert. Der Internet Ombudsmann hilft bei Unsicherheiten und Problemen rasch weiter und die juristischen ExpertInnen beantworten Konsumenten-Anliegen rund ums Einkaufen im Internet kostenlos und online. Beschwerden oder Anfragen können jederzeit unter www.ombudsmann.at aufgegeben werden.

Wichtige allgemeine Tipps zum Online-Shopping in Corona-Zeiten:

Lieferzeitpunkt prüfen

Angesichts des Online-Shopping-Booms wenig überraschend, ist generell zu beobachten, dass sich die Lieferzeiten verlängern. Man sollte daher immer prüfen, was Shops jeweils angeben und nicht blind auf frühere Lieferzeiten vertrauen. Grundsätzlich ist es Vereinbarungssache, bis wann eine Ware geliefert werden muss. Das Unternehmen muss über den Zeitraum informieren, innerhalb dessen die Ware geliefert oder die Dienstleistung erbracht wird. Sofern es keine andere vertragliche Vereinbarung gibt, haben UnternehmerInnen die Ware ohne unnötigen Aufschub, jedenfalls aber nicht später als 30 Tage nach Vertragsabschluss bereitzustellen oder bei den VerbraucherInnen abzuliefern.

Risiken bei Abstellgenehmigungen beachten

Einen Mindestabstand zu anderen Menschen zu halten, ist derzeit das Gebot der Stunde. Das betrifft in Zusammenhang mit Online-Shopping vor allem die Paketübergabe: auch hier sollte zum Schutz der KonsumentInnen und PaketlieferantInnen Distanz gehalten werden. Zu beachten ist, dass bei der Paketzustellung das Risiko für Verlust oder Beschädigung der Ware erst dann auf den/die Käufer/in übergeht, wenn sie an den/die Käufer/in oder an einen von diesen bestimmten Dritten übergeben wird. Anders liegt der Fall bei einer Abstellgenehmigung: dann geht das geht das Risiko für Verlust und Beschädigung bereits mit dem Abstellen an den/die Käufer/in bzw. die von ihnen angegebene Stelle über.

Über Bezahlmethoden Bescheid wissen

Bargeldloses und kontaktloses Bezahlen liegt nicht nur im Trend, sondern ist in Zeiten von Corona unbedingt zu bevorzugen. Beim Online-Shopping stehen meist unterschiedliche Zahlungsmittel zur Auswahl, die jeweils Vor- und Nachteile haben können.

Es empfiehlt sich daher, die verschiedenen Optionen zu prüfen und sich zum Beispiel folgende Fragen zu stellen: Fallen bei der Bezahlung Gebühren an und ist sie einfach abzuwickeln? Was passiert mit den Daten, die ich angeben muss? Wie erhalte ich bei einer etwaigen Rücksendung mein Geld zurück? Bei welchen Bezahlmethoden ist jedenfalls Vorsicht geboten? Was alles beachtet werden sollte, um eine sichere Bezahlung im Internet zu gewährleisten, finden Sie hier zusammengefasst: www.ombudsmann.at/sicheresbezahlen 

Stornobedingungen bei Reisebuchungen prüfen

Beim Internet Ombudsmann haben freilich auch die Anfragen rund um Reisebuchungen zugenommen. Meist geht es um die Frage, ob eine Buchung aufgrund der Coronavirus-Pandemie kostenlos storniert werden kann.

Ob eine solche Stornierungsmöglichkeit besteht, ist von einer Reihe von Faktoren abhängig: Wann, wohin und für welchen Zeitraum wurde die Reise gebucht; handelt es sich um eine Pauschal- oder Individualreise etc. Die wichtigsten Fragen und Antworten finden KonsumentInnen auf der Website des Europäischen Verbraucherzentrums . Der VKI hat außerdem im Auftrag des Sozialministeriums eine Hotline für reiserechtliche Fragen eingerichtet (0800 201 211, Montag bis Sonntag, 9 bis 15 Uhr).

Über Internet Ombudsmann
Das Projekt Internet Ombudsmann wurde vom ACR-Institut Österreichisches Institut für angewandte Telekommunikation entwickelt und wird vom Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege
und Konsumentenschutz sowie von der Bundesarbeitskammer gefördert. Die außergerichtliche Streitschlichtung und Bearbeitung von Anfragen durch den Internet Ombudsmann ist für alle beteiligten
Parteien kostenlos. Die Meldung von Beschwerde-Fällen oder allgemeinen Anfragen rund um E-Commerce- und verwandte Themen an den Internet Ombudsmann erfolgen unter www.ombudsmann.at.
Wenn die Beschwerde ein österreichisches Unternehmen betrifft, erbringt der Internet Ombudsmann seine Schlichtungstätigkeit als staatlich anerkannte Verbraucherschlichtungsstelle nach dem
Alternative-Streitbeilegung-Gesetz.
 Über Watchlist Internet
Auf der Watchlist Internet (www.watchlist-internet.at) informiert der Internet Ombudsmann über aktuelle Betrugsfallen im Internet. Die Entwicklung wurde von der Förderaktion „netidee“ der Internet
Foundation Austria gefördert, der laufende Betrieb wird vom Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, von der Bundesarbeitskammer, vom Land Niederösterreich
und von willhaben.at unterstützt.

Rückfragen: 
Internet Ombudsmann
Dr. Karl Gladt, M.A.
Tel.: +43-1-595 2112
gladt@ombudsmann.at
www.ombudsmann.at

Watchlist Internet
Thorsten Behrens
Tel.: +43-660-8453455
behrens@oiat.at 
www.watchlist-internet.at

 

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