Corona-Virus: Doch keine China-Reise

veröffentlicht am 04.02.2020

Der Ausbruch des Corona-Virus führt mitunter zu stornierten Flügen, geänderten Einreisebestimmungen und undurchführbaren Reisen.

Coronavirus, © cdc-BbP7rqIGB3c-unsplash.jpg
Damit stellen sich für Konsumentinnen und Konsumenten die unterschiedlichsten Fragen. Viele wollen ihre unmittelbar bevorstehende China-Reise absagen.

Lösung mit dem Flug- oder Reiseunternehmen suchen

Wenn Sie sich in dieser Lage befinden, sollten Sie direkt mit Ihrem Reiseveranstalter, der Airline, dem Hotel, etc. Kontakt aufnehmen und um eine Stornierung oder Umbuchung ersuchen. Zahlreiche Unternehmen bieten diese Möglichkeit an oder haben Reisen nach China bereits von sich aus storniert. Es ist daher ratsam, sich jedenfalls darüber zu informieren, ob die Reise/Flüge wie geplant stattfinden.

Besondere Regeln für Pauschalreisen

Darüber hinaus kann Konsumentinnen und Konsumenten, die eine Pauschalreise nach China gebucht haben, ein kostenloses Rücktrittsrecht nach dem Pauschalreisegesetz zustehen. Voraussetzung ist, dass Ihre Reise durch den Ausbruch der Krankheit im Urlaubsgebiet erheblich beeinträchtigt wird.

Für die Provinz Hubei hat das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) eine partielle Reisewarnung ausgesprochen. Damit kann davon ausgegangen werden, dass Ihnen für Reisen in diese Region dieses Rücktrittsrecht zusteht.

Ob für Reisen in andere Teile Chinas ein Rücktrittsrecht besteht, ist im Einzelfall zu beurteilen. Eine wesentliche Beeinträchtigung könnte sich etwa durch die landesweiten Verkehrsbeschränkungen, Sicherheitsmaßnahmen sowie Sperrung diverser Sehenswürdigkeiten ergeben.

Möglich ist, dass Ihr Reiseveranstalter anbietet, die Pauschalreise verändert durchzuführen. In diesem Fall haben Sie ein kostenloses Rücktrittsrecht, wenn wesentliche Eigenschaften Ihrer Reise erheblich geändert werden, z.B. weil wichtige Sehenswürdigkeiten ausgelassen werden oder die Reiseroute stark von der vereinbarten abweicht. Vorsicht: Wenn Sie der Reiseveranstalter über die Reiseänderungen informiert, muss er Ihnen eine Entscheidungsfrist setzen. Widersprechen Sie innerhalb dieser Frist den Änderungen nicht, gilt Ihr Schweigen als Zustimmung.

Unabhängig von der Erfüllung dieser Voraussetzungen können Sie jederzeit gegen Zahlung einer Entschädigung (Stornogebühr) vom Pauschalreisevertrag zurücktreten. Die Höhe der Entschädigung finden Sie in Ihren Reisebedingungen.

Sollten Sie weitere rechtliche Fragen zu Reisen in das Krisengebiet haben, können Sie sich unter 01/588 77 63 an die kostenlose Service-Hotline „Gefahr am Urlausort“ des Europäischen Verbraucherzentrums Wien (EVZ) wenden, die im Auftrag des Sozialministeriums eingerichtet wurde.

Konsumentenfragen Newsletter

Aktuelle Neuigkeiten aus allen Bereichen der Konsumentenfragen