A1 warnt: Mobilfunk-Trojaner im Umlauf

veröffentlicht am 20.05.2020

So gut gemacht, dass auch wir fast in die Falle getappt wären!

abstrakte Darstellung von Wasser- und Lichtstrahlen, © Photo by Joshua Sortino on Unsplash
Für die langjährige Kundin ist es nicht überraschend, dass ein E-Mail von A1 in ihrem Posteingang landet; es werden ja auch die Rechnungen  elektronisch übermittelt. Die Seite schaut jedenfalls so aus wie immer. Dass sich der Betreiber über die Zufriedenheit mit der Internetverbindung erkundigt, ist auch nicht überraschend; 2 Tele-Arbeitsplätze und homeschooling belasten seit Wochen das System. Nicht immer ist es so gut gelaufen wie erwartet. Also warum nicht die kurze  Umfrage beantworten? Dass es ein Dankeschön für die Mühe geben soll, ist auch nicht schlecht: aber ein teures Smartphone als Preis, lässt Verdacht schöpfen. Als dann auch noch eine Online-Überweisung für die Übernahme der Versandkosten verlangt wird, ist klar – das ist kein seriöses Angebot. Obwohl die Aktion sofort abgebrochen wird - natürlich ohne Bankdaten einzugeben - erhält die A1 Kundin seither laufend Mails, doch dringend den "Gewinn" abzuholen.  Absender sind wieder bekannte Unternehmen wie z.B. die österreichische Post oder große Elektronik-Fachgeschäfte. 

Online Kriminalität hoch im Kurs

Auch in den Medien und auf dieser Website wurde schon mehrmals darüber berichtet: zur Zeit ist die Cyber-Crimeszene sehr aktiv. Eine häufige Variante ist das sogenannte Phishing, laut Wikipedia „Unter dem Begriff Phishing (Neologismus von fishing, engl. für ‚Angeln‘) versteht man Versuche, über gefälschte Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten an persönliche Daten eines Internet-Benutzers zu gelangen und damit Identitätsdiebstahl zu begehen. Ziel des Betrugs ist es, mit den erhaltenen Daten beispielsweise Kontoplünderung zu begehen und den entsprechenden Personen zu schaden.“

Oft werden sehr plumpe Fälschungen von seriösen Unternehmens-Websites versandt, zu erkennen z.B. an Rechtschreibfehlern, verdächtigen Absendern oder falschen Grafiken, aber auch die Kriminellen werden immer geschickter. Zuletzt z.B. mit diesem neuen Trojaner, der im Verdacht steht, Bankdaten der User/innen auszuspähen. Kundinnen und Kunden, die dieses Mail erhalten (und vielleicht noch eine App installiert haben), sollten die App umgehend löschen und sicherheitshalber ihre Bank kontaktieren um etwaigen finanziellen Schaden abzuwenden, heißt es von A1.

Im Allgemeinen wird dazu geraten, ausschließlich Apps aus den offiziellen App Stores der Betriebssysteme herunterzuladen und die Sicherheitsmechanismen der Systeme niemals zu umgehen.

Der Internetombudsmann informiert über "Phishing" und was man dagegen tun kann; noch mehr Informationen gibt es auf www.saferinternet.at

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