Grün anlegen liegt im Trend (08.08.2019)

Tipp zum Nachhören: ÖGUT-Expertin Susanne Hasenhüttl zu nachhaltigen Geldanlagen

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Immer mehr Menschen möchten ihre Geldanlagen nicht nur an Renditeversprechungen und Gewinnmaximierung orientieren. Sie suchen Möglichkeiten, mit ihrem Vermögen andere - soziale und ökologische - Ziele zu erreichen.

Nachhaltige Anlageformen verbinden den Wunsch nach profitabler Geldanlage mit der Idee, moralisch und ethisch vertretbare Wirtschaftszweige zu fördern.

Was allerdings genau darunter zu verstehen ist, lässt sich so genau nicht sagen, denn die Definition von „Nachhaltigkeit" unterscheidet sich von Angebot zu Angebot.

„Grünes Geld", „Nachhaltige Veranlagung", „Ökologische Geldanlage", „Ethisch-ökologisches Investment", etc. sind dafür unterschiedliche Begriffe. Ebenso breitgefächert wie die Begrifflichkeiten rund ums nachhaltige Investieren ist das Angebot.

Weil es keinen allgemein gültigen Standard für nachhaltige und ethische Investments gibt, ist es sinnvoll, sich bei den entsprechenden Beratungsstellen näher zu informieren, was denn nun genau nachhaltiger Inhalt der Anlage sein soll.


Ö1-Interview mit Susanne Hasenhüttl von ÖGUT

Informationen erhalten Sie beispielsweise von der ÖGUT (Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik), die sich als unabhängige Investitionsplattform seit mehr als 30 Jahren für eine nachhaltige Ausrichtung von Wirtschaft und Gesellschaft einsetzt und unter anderem einen Themenschwerpunkt auf grünes Investment setzt.

Zentrales Anliegen der ÖGUT ist es, Bewusstsein für die Bedeutung des Finanzmarktes für eine nachhaltige Entwicklung zu schaffen und gemeinsam mit weiteren Akteuren Schritte zu setzen, um diesen Finanzmarkt auch attraktiv zu gestalten.

Für einen Einstieg ins Thema können Sie das Interview, das Ö1 mit der ÖGUT-Expertin Susanne Hasenhüttl im Juli geführt hat, nachhören (siehe Link). In knapp 5 Minuten beantwortet Susanne Hasenhüttl Fragen rund um nachhaltiges Investieren und betont die Wichtigkeit, Finanzströme in die richtige Richtung zu lenken, um eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Mit dem österreichischen Umweltzeichen, einem staatlichen Gütesiegel, würden potentielle AnlegerInnen dabei unterstützt, das für sie richtige Produkt zu finden, so Hasenhüttl im Interview.


Hohe Rendite, hohes Risiko

Nachhaltige Anlage sollte nicht primär nach den Renditeversprechen ausgewählt werden, sondern nach dem Inhalt, den man selber fördern will. Hohe Renditeversprechen sollten jedenfalls genau geprüft werden. Generell - ob bei nachhaltiger Anlage oder nicht - gilt, dass höhere Zinsen in der Regel mit einem höheren Risiko verbunden sind. Dem Zinsversprechen steht oft die Gefahr gegenüber, Geld zu verlieren. Auch Investment in nachhaltige Wirtschaft kann das grundsätzliche Risiko, dass mit Geldanlagen verbunden ist, nicht ausgleichen.

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