Dauerauftrag und Lastschriftverfahren

Eine Übersicht aller Informationen zum Thema finden Sie unter Girokonto

Beachten Sie auch die am Ende der Seite angeführten Kontakte, Materialien und Links.

Dauerauftrag für gleichbleibende Beträge

Manche Geldbeträge wie etwa die monatliche Miete, müssen in regelmäßigen Abständen immer wieder bezahlt werden. Damit man nicht jedes Mal eine Überweisung in die Wege leiten muss, können solche Überweisungen von Banken mittels Daueraufträgen einfach und verlässlich erledigt werden. Ein Vertrag über einen Dauerauftrag wird zwischen der Bank und KontoinhaberInnen schriftlich abgeschlossen und kann jederzeit widerrufen werden. Da für eine solche Beauftragung oder eine mögliche Änderung meist Spesen verlangt werden, lohnt sich dies nur bei längerfristigen Verpflichtungen.

Lastschriftverfahren bei zeitlich oder betraglich unregelmäßigen Zahlungen

Es gibt auch Beträge, die zwar regelmäßig zu zahlen sind, deren Höhe sich aber laufend ändert. Dazu gehören etwa die Kosten der Strom- oder Telefonrechnung, aber auch Spenden oder Lotto/Toto-Spiele. Für solche Zahlungen wird das sogenannte Lastschriftverfahren (auch Einzugs- oder Einziehungsermächtigung genannt) verwendet. Dabei ermächtigen KontoinhaberInnen das Unternehmen, den Betrag in der jeweiligen Rechnungshöhe vom Konto einzuziehen.

Push und Pull Zahlungen © bmasgk/shw - Push und Pull Zahlungen

Widerruf und Recht auf Rückbuchung

Weil der genaue abzubuchende Betrag im Vorfeld nicht bekannt ist, können KontoinhaberInnen die Abbuchungen im Einzugsverfahren innerhalb von 8 Wochen widerrufen.

Sie haben auch das Recht, bei einer nicht in Auftrag gegebenen Abbuchung den Betrag sofort nach Bemerken der Abbuchung rückbuchen zu lassen. Dieses Recht kann bis zu 13 Monate ab der Abbuchung geltend gemacht werden. Besonders wichtig kann dies in Fällen sein, in denen Kontoinhaber/innen ihre Kontodaten herausgelockt wurden, wie dies häufig bei Telefonanrufen oder Briefen der Fall ist, bei denen Überweisungen von Gewinnen auf das eigene Konto versprochen wird. Selbst nach dem Ablauf der 13 Monate können noch Chancen auf Rückholung der unberechtigten Abbuchung bestehen.

Immer dann, wenn Kontoinhaber/innen eine Einzugsermächtigung mündlich (z.B. im Zuge eines Telefonats) erteilt haben, kann von diesem Rückbuchungsrecht Gebrauch gemacht werden. Es gibt nämlich eine Vereinbarung zwischen Banken und Unternehmen, dass UnternehmerInnen Einzugsermächtigungen von KonsumentInnen auf Verlangen schriftlich vorlegen müssen. Kann ein Unternehmen diese schriftliche Einzugsermächtigung im Einspruchsfall nicht vorlegen, wird der Betrag von der Bank rückerstattet. Die Zahlung muss aber bei gültigen Verträgen selbstverständlich trotzdem erfolgen.

Achten Sie auf ausreichende Deckung, wenn Sie Zahlungen erwarten

Kann eine Abbuchung mangels Deckung nicht durchgeführt werden, fallen meist beträchtliche Bankspesen an.

Überschüsse werden auf Sparbüchern besser verzinst

Durch einen Abschöpfungsauftrag kann man das Guthaben eines Girokontos regelmäßig auf ein besser verzinstes Sparbuch umbuchen lassen.

Wichtig

Vereinbaren Sie mit Ihrer Bank eine Erhöhung des Habenzinssatzes sowie einen angemessenen Zinssatz für den Fall der Überziehung. Verhandeln lohnt sich in diesem Fall oft! Abhängig von Ihrer Bonität gibt es dafür bei den meisten Banken einen gewissen Spielraum. Vermeiden Sie es auf jeden Fall, Ihr Konto dauerhaft zu überziehen - dies ist eine sehr teure Form des Kredits!

Kontrollieren Sie Ihre Kontoauszüge genau und regelmäßig! Gegen unberechtigte Abbuchungen haben sie die Möglichkeit Widerruf zu erheben.

Kontakt

VEREIN FÜR KONSUMENTENINFORMATION Mariahilfer Straße 81, 1060 Wien
Telefon: 1 58 877 0;
mail@vki.at
www.vki.at

VEREIN FÜR KONSUMENTENINFORMATION Maximilianstraße 9, 6020 Innsbruck
Telefon: 0512 58 68 78;
konsumenteninfo.tirol@vki-tirol.at
www.vki-tirol.at

BUNDESARBEITSKAMMER Prinz Eugen-Straße 20-22, 1040 Wien
Telefon: 1 50165 - 0;
akmailbox@akwien.at
www.arbeiterkammer.at

BANKENSCHLICHTUNG ÖSTERREICH - GEMEINSAME SCHLICHTUNGSSTELLE DER ÖSTERREICHISCHEN KREDITWIRTSCHAFT Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien
Telefon: 505 42 98;
office@bankenschlichtung.at
www.bankenschlichtung.at

VERBRAUCHERSCHLICHTUNG Mariahilfer Straße 103/1/18, 1060 Wien
Telefon: 1 890 63 11;
office@verbraucherschlichtung.at
http://www.verbraucherschlichtung.at

Materialien

Haushaltsbuch Erhältlich bei den Schuldnerberatungsstellen Österreichs.
www.schuldenberatung.at/fachpublikum/publikationen.php
Downloads

MUSTERBRIEF: Einspruch gegen Abrechnung der Bank. Erhältlich beim VKI Wien.
www.verbraucherrecht.at/cms/index.php?id=593
Downloads

Links

https://www.konsument.at/geld-recht/zahlungsverkehr-lastschriftverfahren Zahlungsverkehr: Lastschriftverfahren. Informationen des VKI Wien.

https://www.konsument.at/finanzplan Persönlicher Finanzplan. Informationen des VKI Wien.

www.verbraucherrecht.at Informationen zum Verbraucher­recht des Vereins für Konsumenteninformation (gefördert durch Mittel des Sozialministeriums) mit aktuellen Ge­richts­urteilen, News und Musterbriefen.

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