Girokonto

Ein Leben ohne Girokonto ist in der heutigen Zeit kaum mehr vorstellbar. Beinahe alle notwendigen Geldtransaktionen wie etwa die Auszahlung des Gehalts oder die Bezahlung von diversen Rechnungen erfolgen bargeldlos und werden über ein Girokonto abgewickelt. Ohne Girokonto sind die Kosten von finanziellen Transaktionen, wie Überweisungen oder Einzahlungen wesentlich teurer. Ein Girokonto kann von Jugendlichen ab dem 14. Lebensjahr eröffnet werden.

Am Girokonto, einem Bankkonto, das von einem Kreditinstitut geführt wird, werden sämtliche Ein- und Ausgänge vermerkt und gegengerechnet (saldiert). Während das Girokonto den alltäglichen Zahlungsverkehr erleichtern soll, ist es nicht zur Geldanlage geeignet, da die Habenzinsen (also die Zinsen, die man für ein Guthaben erhält) regelmäßig sehr gering sind.

Wer die günstigsten Konditionen anbietet, erfahren Sie beim Bankenrechner der Arbeiterkammer (siehe unten Materialen).

Girokonto © bmasgk/fridrich/oegwm - Girokonto

Hohe Zinsen bei Kontoüberziehungen

Kreditinstitute bieten beim Girokonto in der Regel einen Kontorahmen an, bis zu dem man das Girokonto kurzfristig überziehen kann. Dieser beträgt - abhängig von der jeweiligen Bank - meist zwischen zwei und vier Nettomonatsgehältern. Die Zinsen dafür sind vergleichsweise hoch: Oft ist es günstiger einen Kredit aufzunehmen, falls man das Geld längerfristig benötigt. Wird der vereinbarte Überziehungsrahmen überschritten, können zusätzlich auch noch Verzugszinsen verrechnet werden. Ist eine solche Überschreitung "erheblich" und dauert sie länger als einen Monat, ist das Bankinstitut verpflichtet, den Kund/innen den Sollzinssatz, die Verzugszinsen und mögliche sonstige Kosten mitzuteilen.

InhaberInnen eines Girokontos bekommen mindestens einmal monatlich einen Kontoauszug, auf dem alle Ein- und Ausgänge sowie die angefallenen Zinsen ersichtlich sind. Jeder Kontoauszug sollte rasch auf Richtigkeit überprüft werden. Zwar stellt es in der Regel kein Anerkenntnis der Forderungen der Bank dar, wenn keine Einwendungen gegen den Kontoabschluss erhoben werden. Um Streitfälle zu vermeiden, sollten Einwendungen aber dennoch innerhalb der am Auszug genannten Frist erhoben werden.

Kontakt

VEREIN FÜR KONSUMENTENINFORMATION Mariahilfer Straße 81, 1060 Wien
Telefon: 1 58 877 0;
mail@vki.at
www.vki.at

VEREIN FÜR KONSUMENTENINFORMATION Maximilianstraße 9, 6020 Innsbruck
Telefon: 0512 58 68 78;
konsumenteninfo.tirol@vki-tirol.at
www.vki-tirol.at

BUNDESARBEITSKAMMER Prinz Eugen-Straße 20-22, 1040 Wien
Telefon: 1 50165 - 0;
akmailbox@akwien.at
www.arbeiterkammer.at

VERBRAUCHERSCHLICHTUNG Mariahilfer Straße 103/1/18, 1060 Wien
Telefon: 1 890 63 11;
office@verbraucherschlichtung.at
http://www.verbraucherschlichtung.at

Materialien

Bankenrechner Online-Rechner der Arbeiterkammer zum Vergleich von Zinsen und Spesen für Sparbücher, Kredite und Girokonten.
www.bankenrechner.at
Downloads

Welche Banken wünschen sich Konsumentinnen und Konsumenten. Studie der Arbeiterkammer: Wie sich KonsumentInnen die ideale Bank vorstellen.
Erhältlich bei der Arbeiterkammer Wien.
www.arbeiterkammer.at/service/studien/konsument/Welche_Bank_wuenschen_sich_KonsumentInnen.html
Downloads

MUSTERBRIEF: Einspruch gegen Abrechnung der Bank. Erhältlich beim VKI Wien.
www.verbraucherrecht.at/cms/index.php?id=593
Downloads

MUSTERBRIEF: Einspruch gegen falschen Kontoauszug. Wenn die Kontoabschlussgebühr erhöht wurde oder falsche Belastungen aufscheinen.
Erhältlich bei der AK Wien.
www.arbeiterkammer.at/service/musterbriefe/reklamation/Falscher_Kontoauszug.html
Downloads

MUSTERBRIEF: Zahlscheingebühr - Rückforderung. Erhältlich bei der AK Wien.
www.arbeiterkammer.at/beratung/konsument/AchtungFalle/Zahlscheingebuehr_verboten.html
Downloads

Links

https://www.arbeiterkammer.at/beratung/konsument/Geld/Konto/Tipps_zum_Kontowechsel.html Girokonto wechseln. Was Ihre Rechte sind und wo­rauf Sie achten sollten. Informationen der Arbeiterkammer.

https://www.konsument.at/finanzplan Persönlicher Finanzplan. Informationen des VKI Wien.

https://www.fma.gv.at/konto/ Alles rund um das Konto. Informationen der Finanzmarktaufsicht.

www.finanzbildung.at/start.html In Kooperation des Sozialministeriums mit der unabhängigen Internetplattform finanzportal.at, werden Finanzdienstleistungen verständlich erklärt, aber auch Vor- und Nachteile beschrieben.

www.verbraucherrecht.at Informationen zum Verbraucher­recht des Vereins für Konsumenteninformation (gefördert durch Mittel des Sozialministeriums) mit aktuellen Ge­richts­urteilen, News und Musterbriefen.

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