Weihnachten naht - Teil 4 (13.12.2018)

Weihnachten und Geld

© Photo by Kira auf der Heide on Unsplash

Geld und Weihnachten, wenngleich keine besinnliche Kombination, gehören dennoch untrennbar zusammen. Das Weihnachtsgeschäft lässt die Kassen klingeln. 80% der Österreicherinnen und Österreicher wollen ihre Lieben beschenken und geben dafür heuer viel Geld aus. Sucht man online nach aktuellen Zahlen zum Weihnachtsgeschäft findet man zahlreiche Prognosen in Form von Umfragen:
Durchschnittlich geben Frau und Herr Österreicher heuer 525 Euro für Weihnachtsgeschenke aus (Umfrage des Marktforschungsinstituts Integral im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen). Der Weihnachtsumsatz 2018 wird voraussichtlich 2,05 Milliarden Euro betragen. Mindestens 18 Prozent der Ausgaben für Weihnachten werden online getätigt werden. Amazon erhält mit großem Abstand den größten Anteil davon. (Analyse von RegioPlan Consulting).

Auf dem Wunschzettel

Glaubt man diesen Umfragen, dann stehen Bargeld, Gutscheine und Reisen ganz oben auf der Liste (aktuelle Studie der Wirtschaftskammer Österreich und des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichen). Nach einer Deloitte-Umfrage sind die Top-5 der am häufigsten verschenkten Gaben in ganz Europa ähnlich und umfassen Bücher, Schokolade, Kosmetik inklusive Parfums sowie Kleidung und Schuhe. Neben diesen Geschenken werden in Österreich besonders gerne Gutscheine verschenkt. Nach der RegioPlan Consulting zeigt der Trend weg von Waren hin zu anderen Geschenken wie Gutscheine, Urlaub oder Quality Time.

Geldgeschenke

Auch wenn es wie ein Geschenk auf den letzten Drücker wirkt, Geld schenken wird immer beliebter. Vor allem Jüngere wollen selbst entscheiden, wofür sie das Geld ausgeben und wünschen sich von den Eltern und Großeltern Bares.

Geht es um längerfristiges Anlegen von Geld, so gibt es Alternativen zum wenig schicken Umschlag, z.B. in Form von Goldmünzen oder -barren, Aktien, (Fonds-)Sparpläne oder Sparbücher. Für genaue Informationen darüber, wie veranlagt werden soll, sowie über das bestehende Risiko sollte eine seriöse Beratung vor Abschluss in Anspruch genommen werden.


Gutscheine

Ähnlich wie Geldgeschenke haben Gutscheine den schlechten Ruf des einfallslosen Geschenks. Dennoch ist man mit einem Gutschein rein rechtlich auf der sicheren Seite. Während unzufriedene Beschenkte oft erstaunt sind, dass es kein Recht auf Umtausch gibt, haben jene, die einen Gutschein geschenkt bekommen, Zeit.

Gutscheine sind - wenn keine andere Frist angegeben ist - 30 Jahre lang gültig. Eine vertragliche Verkürzung der Gültigkeitsdauer ist möglich. Auf welche Frist verkürzt werden darf, ist vom Einzelfall abhängig. ABER: je kürzer die Frist ist, umso triftiger muss der Recht­fertig­ungs­grund sein.

Eine grundlegende Entscheidung des Obersten Gerichtshofs (OGH) hat eine Befristung von 2 Jahren als ungültig erklärt: Denn wenn der/die Konsument/in nach Ablauf der Befristung keine Möglichkeit mehr hat, den Gutschein einzulösen oder den Wert des Gutscheines zurück zu bekommen, ist das ausstellende Unter­nehm­en um den Gutscheinwert bereichert. Dafür gibt es keine sachliche Rechtfertigung; der/die Konsument/in ist daher gröblich be­nach­teil­igt.

Mittlerweile gibt es mehrere Urteile, die diese Entscheidung inhaltlich bestätigen.


Geschenke die fast nichts kosten

Geld ausgeben muss nicht sein. Daher sei auch Teil 1 unserer Weihnachtsserie in Erinnerung gerufen, der an die kreative Seite der Schenkerinnen und Schenker appelliert.
Hier nochmal zur Anregung: https://utopia.de/ratgeber/10-persoenliche-geschenke-die-fast-nichts-kosten/

Viel Spaß!


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