Telefon und Handy


Ich habe eine zu hohe Telefonrechnung beziehungsweise zu hohe Datenmengen verrechnet bekommen. Was kann ich tun?

In diesem Fall können Sie die aus Ihrer Sicht zu hohe Abrechnung bei Ihrem Telekommunikationsbetreiber schriftlich beeinspruchen. Der Einspruch ist innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Frist von drei Monaten zu tätigen. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Mein Mobilfunkbetreiber teilt mir nun mit, dass der bestehende Vertrag geändert wird. Darf er das so einfach tun?

Das Telekommunikationsgesetz 2003 (TKG 2003) gibt Telekommunikationsbetreibern die Möglichkeit, unter Einhaltung bestimmter Vorgaben Änderungen bei Verträgen oder bei den Entgeltbestimmungen vorzunehmen. Welche Voraussetzungen dabei zu beachten sind, erfahren Sie hier.

Ich habe ein Wertkartenhandy mit € 50,- Guthaben. Ich brauche das Handy nicht mehr. Kann ich die € 50,- zurück verlangen?

Wenn Sie einen Wertkartenvertrag kündigen, können Sie die Auszahlung des Restguthabens verlangen. Allerdings wird der Mobilfunkbetreiber bei der Auszahlung des Guthabens eine angemessene Verwaltungsgebühr einbehalten (diese Gebühr beträgt zwischen € 15,- und € 20,-).

Meine Tochter hat immer höhere Telefonrechnungen. Welche Möglichkeiten zur Eindämmung der Telefonkosten habe ich?

Überhöhte Rechnungen führen oftmals zu Problemen, vor allem Kinder und Jugendliche sind häufig davon betroffen. Es bestehen allerdings Möglichkeiten für die Einrichtung von Sperren für einzelne Dienste - sehen Sie dazu hier.

Tipps und Informationen dazu, was vor dem Abschluss eines Handyvertrages beachtet werden sollte, finden Sie hier.

Ich glaube, dass mir Telefonate verrechnet werden, die ich gar nicht geführt habe. Kann ich das irgendwie überprüfen?

Um dies nachprüfen zu können, sollten Sie Ihren Einzelentgeltnachweis (EEN) kontrollieren. Darin werden alle innerhalb einer Abrechnungsperiode geführten Telefonate bzw. Internetsitzungen getrennt und detailliert aufgelistet. Der EEN informiert NutzerInnen über Beginn und Ende eines entgeltlichen Gesprächs bzw. einer Internetnutzung, über die Dauer dieser einzelnen Verbindung sowie über dessen jeweilige Kosten (die letzten drei Ziffern der Rufnummern werden dabei aus Datenschutzgründen unkenntlich gemacht).

Meist ist der EEN auf der Webseite des Telekombetreibers mit einem individuellen Code abrufbar. Er kann jedoch auch in Papierform verlangt werden, wofür nichts extra verrechnet werden darf.

Ich möchte einen Mobilfunkvertrag abschließen, doch der Provider lehnt mich aus Bonitätsgründen ab. Darf er das?

Unter bestimmten Umständen (z.B. aus Bonitätsgründen) sind Telekombetreiber berechtigt, KundInnen einen Vertragsabschluss zu verweigern. Dabei besteht aber eine Begründungspflicht der Betreiber.

Welche Möglichkeiten Sie in einem solchen Fall haben, erfahren Sie hier .

Stimmt es, dass mir Kosten verrechnet werden, wenn mir im Ausland auf die Sprachbox gesprochen wird?

Ja, die Sprachbox kann bei Auslandsaufenthalten zu Kosten führen, sowohl durch das Hinterlassen als auch durch das Abhören einer Nachricht. Deshalb sollte vor einer Fahrt ins Ausland überlegt werden, ob die Sprachbox während dieser Zeit benötigt wird. Falls nicht, sollte diese deaktiviert werden.

Nähere Informationen dazu, was bei einer Fahrt ins Ausland rund ums Thema Telefonieren zu beachten ist, finden Sie hier.

Ich möchte meine Telefonrechnung mit Zahlschein bezahlen. Mein Betreiber verrechnet mir dafür eine extra Gebühr. Darf er das?

Auf Grund des Zahlungsdienstegesetzes (ZaDiG) ist es ZahlungsempfängerInnen untersagt, von ZahlerInnen im Fall der Benutzung eines bestimmten Zahlungsinstrumentes ein Entgelt zu verlangen. Dabei ist unter einem Zahlungsinstrument jede im Zahlungsverkehr zur Verfügung stehende Zahlungsart zu verstehen(z.B. Überweisung mit Zahlschein, Dauerauftrag, Einzugsermächtigung, Kreditkartenzahlung, Bankomatkartenzahlung usw.). Die Einräumung eines Preisnachlasses für die Verwendung eines bestimmten Instrumentes ist ZahlungsempfängerInnen aber ausdrücklich erlaubt.

Demgemäß können Telekommunikationsunternehmen die Bezahlung mittels Einzugsermächtigung nur mehr dadurch forcieren, dass sie ihren KundInnen im Fall der Erteilung einer Einzugsermächtigung einen Preisnachlass gegenüber dem normalen Entgelt einräumen. Es ist aber nicht zulässig, die Verwendung von Zahlscheinen durch die Verrechnung von Zuschlägen zum normalen Telefonentgelt zu bestrafen.
Obwohl die Rechtslage nach dem Wortlaut des Gesetzes eigentlich eindeutig ist, kommt es in diesem Zusammenhang im Telekombereich - aber beispielsweise auch gegenüber Versicherungen - immer wieder zu Problemen.

Wenden Sie sich bei Fragen an eine Konsumentenberatungsstelle.

Ich habe vergessen meine Handyrechnung zeitgerecht zu bezahlen, jetzt wurde mir der Anschluss gesperrt und für die Aktivierung werden mir Kosten auferlegt. Ist das rechtens?

Grundsätzlich ja, vor einer solchen Sperre muss jedoch eine Mahnung mit einer Nachfrist von zwei Wochen erfolgen. Näherer Informationen dazu finden Sie hier

Darf ich meinen Handyvertrag während einer Bindungsfrist kündigen?

Grundsätzlich nein. Wünschen Sie trotzdem eine vorzeitige Beendigung des Vertrages, so wird der Betreiber dem in aller Regel nur unter der Voraussetzung der Zahlung aller Grundentgelte bis zum vereinbarten Vertragsende zustimmen.

Weitere Informationen rund um die Vertragsbeendigung im Telekommunikationsbereich finden Sie hier.

Ich habe vor 4 Tagen einen Werbeanruf bekommen, wobei die Anruferin mir einen Gewinn zugesagt hat. Ich bin mir nicht sicher, ob ich am Telefon einen Vertrag abgeschlossen habe. Wie gehe ich weiter vor?

Wurden der Anruf von einem Unternehmen eingeleitet, so ist ein dabei ausgehandelter Vertrag nichtig, wenn er im Zusammenhang mit einer Gewinnzusage oder Wett- und Lotteriedienstleistungen (z.B. Teilnahme an einer Lotto-Spielegemeinschaft) steht. „Nichtig" bedeutet hier, dass gar kein Vertrag zustande gekommen ist. Ein Rücktritt vom Vertrag ist deshalb nicht erforderlich.

Erbringt das Unternehmen trotz der Unwirksamkeit des Vertrags eine Leistung, so kann es von Ihnen dafür kein Entgelt verlangen. Sie selbst können jedoch bereits erbrachte Leistungen und Zahlungen uneingeschränkt vom Unternehmen zurückfordern.

Die Einklagbarkeit von Gewinnzusagen oder vergleichbaren Mitteilungen an VerbraucherInnen nach § 5c KSchG wird durch diese Bestimmung nicht beeinflusst (nähere Informationen dazu finden Sie hier).

Ich wurde per Werbeanruf von einem Telefonanbieter kontaktiert und habe einem sofortigen Wechsel meines Festnetzanschlusses zugestimmt. Bin ich an diesen Vertrag gebunden?

An einen Vertrag über eine Dienstleistung, der während eines vom Unternehmen eingeleiteten Anrufs ausgehandelt wurde, sind KonsumentInnen erst dann gebunden, wenn sie vom Unternehmen eine schriftliche Bestätigung des Vertragsangebots erhalten und die Annahme dieses Angebots schriftlich erklären.

Haben Sie also dem sofortigen Wechsel des Festnetzanschlusses während des Anrufs zugestimmt, sind Sie an den Vertrag erst dann gebunden, wenn das Telefonunternehmen Ihnen eine Bestätigung seines Vertragsangebots auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. Papier, DVD, E-Mail) übermittelt und Sie in der Folge eine schriftliche Erklärung über die Annahme dieses Angebots zurücksenden.

Außerdem ist das Unternehmen verpflichtet, bei Telefonaten, die den Abschluss eines Vertrages bezwecken, den Unternehmensnamen sowie den geschäftlichen Zweck des Gesprächs bereits zu Beginn des Telefonats offenzulegen. Verstößt das Unternehmen gegen diese Verpflichtung, begeht es eine Verwaltungsübertretung, die mit einer Geldstrafe von bis zu € 1.450,- bedroht ist. Auf die Wirksamkeit eines während des Telefonats ausgehandelten Vertrages hat dieser Verstoß jedoch keine Auswirkung.


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