Österreichs KonsumentInnen werden kritischer! (07.04.2011)

KonsumentInnen - Barometer

Die aktuelle Konsumentenumfrage zeigt erfreuliche Tendenzen

Alle zwei Jahre wird von der Sektion Konsumentenpolitik in einer repräsentativen Umfrage das Verhalten und die Zufriedenheit der KonsumentInnen in Österreich abgefragt. Im KonsumentInnen Barometer 2011 zeigen sich positive Entwicklungen:

So ist zwar der Prozentsatz der ÖsterreicherInnen die bei Produkten und/oder Dienstleistungen Anlass zur Beschwerde hatten mit 29% annähernd gleich geblieben wie in den Vorjahren, tatsächlich beschwert haben sich 78% der Betroffenen, das ist eine Steigerung von immerhin 5% gegenüber den Ergebnissen von 2009.

Die österreichischen KonsumentInnen sind offensichtlich kritischer geworden und haben erkannt, dass sie auch das Recht haben, bei Beanstandungen aktiv zu werden. Dieses selbstbewusste Auftreten hat wohl auch dazu geführt, dass die Beschwerden erfolgreicher abgewickelt wurden als in den Vorjahren.

Das kritischere Bewusstsein bewirkt auch, dass KonsumentInnen verstärkt Konsequenzen ziehen, wenn sie mit einem Unternehmen nicht zufrieden sind. Bei der Umfrage 2011 geben 54% an, nach einer erfolglosen Beschwerde das Unternehmen nicht mehr zu besuchen, 2009 waren dies nur 31%.

Das wachsende Selbstverständnis zeigt sich auch darin, dass die KonsumentInnen mit der Produktinformation weniger zufrieden sind als früher. Die KundInnen wollen vermehrt wissen, was die verpackten Lebensmittel tatsächlich beinhalten, eine vereinfachte Nährwertkennzeichnung wäre für 72% eine wichtige Angabe.  

Ein weiterer Indikator für die wachsende Aufmerksamkeit bei Produktinformationen ist die steigende Zahl derer, die beim Einkauf auf Gütezeichen achten. Bereits 66% geben an, dass Gütezeichen ihr Kaufverhalten beeinflussen. Werden neue Produkte gekauft, so lesen 87% der österreichischen KonsumentInnen auch die Warnhinweise für eine sichere Handhabung.

All diese Zahlen lassen darauf schließen, dass die KonsumentInnen den Markt immer differenzierter beobachten und sich ihrer Rechte immer mehr bewusst werden.

In der sehr detailreichen Umfrage finden sich auch Antworten auf die Fragen z.B. nach beschwerdeanfälligen Branchen, irreführender Werbung, Fremdfinanzierungen und die daraus entstehenden Probleme und viele mehr.

Im Anhang die Presseunterlagen, eine Kurzfassung der wichtigsten Fragestellungen sowie die Gesamtergebnisse der Umfrage.


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