Lebensmittel-Check: Die größten Aufreger 2017 (09.02.2018)

Die Tricks der Lebensmittelindustrie

© Lebensmittel-Check/VKI

Die Gutgläubigkeit vieler KonsumentInnen öffnet der Lebensmittelindustrie Tür und Tor.
Sind auch Sie eher vertrauensselig und glauben, dass Orangensaft aus frisch gepressten Früchten direkt in die Getränkepackung tropft und dann bei Ihnen auf dem Frühstückstisch landet? Das ist leider falsch. Ein Großteil der Säfte besteht aus Konzentrat, also aus Sirup. Der Sirup wird mit Wasser gestreckt und schon ist der Orangensaft fertig.

Viel zu oft werden KonsumentInnen mit industriell erzeugter Billigware hinter das Licht geführt oder mit Mogelpackungen oder verwirrenden Herkunftsbezeichnungen in die Irre geleitet.

Für einen Durchblick sorgt der Verein für Konsumenteninformation auf seiner Website „Lebensmittel-Check". Die dort eingehenden Beobachtungen von KonsumentInnen zu Lebensmittelinhaltsstoffen, Füllmengen, Kennzeichnungen oder Verpackungsgrößen werden von ExpertInnen des VKI untersucht und veröffentlicht.

Die 10 größten Aufreger im Jahre 2017

Aus den Meldungen des Lebensmittel-Checks des Vorjahres, präsentiert der VKI in seinem Blog nunmehr 10 Produkte, die für den größten Unmut sorgten:

Platz 1: Spar Tiefkühlbrokkoli
Importierter Brokkoli mit der Auslobung „hergestellt in Österreich"

Platz 2: Billa Grießnockerlsuppe mit traditioneller Rezeptur
Eine Suppe die mit „traditioneller Rezeptur" lockt, aber mit Palmfett hergestellt ist.

Platz 3: Spar Premium Kürbissuppe
Geringer Kürbisanteil von 8 %

Platz 4: Hipp Hirse-Kringel
Ein Getreidesnack für Babys, der groß mit Hirse lockt, aber nur wenig davon enthält.

Platz 5: NÖM Teebutter
Großer Becher, wenig Butter

Platz 6: Ölz Butter-Brioche geschnitten
Ohne Butter

Platz 7: Billa Freshy Sandwich mit Putenbrust und Kräuter-Topfen-Aufstrich
Mit Putenschinken statt Putenbrust

Platz 8: Milka Ganze Haselnüsse
Weniger Schokolade um's gleiche Geld

Platz 9: Mazola Keimöl
Woher stammt der Mais?

Platz 10: Jomo Einhornschnitte
Teures Einhorn

Die Macht der KonsumentInnen

Sie als Konsumentin oder Konsument haben es in der Hand, etwas zu ändern. Sie können bewusst einkaufen und die LebensmittelherstellerInnen auf Ungereimtheiten bei Produktbeschreibungen oder Mengenangaben aufmerksam machen. In den meisten Fällen werden sie darauf reagieren, allein schon um ein negatives Image zu vermeiden.

Sie können auch eine Meldung über Produkte, die Ihnen unangenehm auffallen, direkt an den Lebensmittel-Check senden und dazu beitragen, Missstände aufzuklären.

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