Heizen mit Strom (22.02.2012)

Wie Sie Geld sparen und trotzdem nicht frieren

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Die Temperaturen der letzten Wochen haben vor allem in jenen 260.000 österreichischen Haushalten, in denen mit Strom geheizt wird, die Betriebskosten nach oben schnellen lassen. Strom ist zwar die teuerste aller Heizarten, allerdings gibt es durchaus Möglichkeiten, die Ausgaben auch hier in Grenzen zu halten. Abgesehen vom Energiesparen, das bei Minusgraden leichter gesagt als getan ist, können vor allem durch den Wechsel der EnergielieferantInnen Kosten reduziert werden.

Seit der Liberalisierung des Energiemarktes haben KundInnen die freie Wahl, von wem sie ihren Strom oder ihr Gas beziehen. Die Auswahl an AnbieterInnen ist groß und im Wachsen begriffen. Noch ist der Wechselwille der KonsumentInnen aber eher überschaubar. Man bleibt den regionalen EnergieversorgerInnen treu, auch wenn man sich immer wieder über Preisanstiege ärgert. Dabei ist ein Wechsel denkbar einfach. Sie müssen nur ein ausgefülltes Vertragsformular an Ihre Wunschanbieterin/Ihren Wunschanbieter senden und alles Weitere wird dann für Sie erledigt. Teilweise können Sie das sogar online machen. Egal ob online oder Papier, der Wechsel ist in beiden Fällen innerhalb weniger Wochen vollzogen.

Aufgrund der Vielzahl von AnbieterInnen ist es aber nicht ganz leicht herauszufinden, wer in Ihrem konkreten Fall nun wirklich am billigsten ist. Hier helfen Tarifkalkulatoren, von denen es im Internet momentan zwei gibt. Einen von der E-Control, dem Regulator im Bereich des Energiemarktes und einen von durchblicker.at, einem unabhängigen Fixkosten-Vergleichsportal. Beide stellen an sich den Anspruch, KonsumentInnen transparent über Energiekosten zu informieren. Es ist daher Geschmackssache, für welches Portal Sie sich schlussendlich entscheiden. Allerdings sollten Sie einige Unterschiede beachten.

Auf durchblicker.at werden weit mehr Informationen abgefragt, um das für Sie bestgeeignete Angebot herauszufiltern. So muss etwa angegeben werden, in welchem Rhythmus man zahlen möchte, ob Atomstrom inkludiert sein soll oder in welcher Form man die Rechnung erhalten will. Bei der E-Control sind diese Angaben nicht im Vorhinein zu machen. Die jeweiligen Informationen werden aber bei den einzelnen Anbietern in der Ergebnisliste aufgeschlüsselt.

In dieser zeigt sich dann auch der größte Unterschied zwischen den beiden Portalen. Durchblicker.at bietet die Möglichkeit, den Umstieg zur neuen Anbieterin/zum neuen Anbieter direkt über das Portal durchzuführen, während man bei der E-Control nur die Unterlagen für einen Wechsel downloaden kann. Diese online-Wechsel-Möglichkeit bietet durchblicker.at aber nicht bei jedem Unternehmen an. Jene AnbieterInnen, zu denen direkt über durchblicker.at gewechselt werden kann, werden daher am Anfang der Berechnungsergebnisse gelistet. Alle anderen AnbieterInnen, zu denen nicht direkt über durchblicker.at gewechselt werden kann, folgen am Ende. Die Ergebnisse sind also nicht auf- oder absteigend nach dem Preis gelistet, sondern nach Abschließbarkeit über durchblicker.at. Man sollte also Acht geben, um nicht ein billigeres Angebot aus der unteren Liste zu übersehen. Bei der E-Control werden demgegenüber alle AnbieterInnen gleich gelistet, angefangen mit der oder dem billigsten.

Egal ob Sie bei der AnbieterInnensuche das Portal der E-Control oder von durchblicker.at nutzen, sollten Sie sich jedenfalls nicht eine jährliche Ersparnis von bis zu EUR 300,-- entgehen lassen. So viel sind es laut durchblicker.at nämlich für einen Durchschnittshaushalt. Allerdings nur, wenn man aufgrund der billigeren Energie nicht gleichzeitig verschwenderischer damit umgeht!


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