Checkliste für den Mietwagenverleih (12.06.2013)

Tipps zur Vermeidung von Kostenfallen

Quelle: Microsoft

Unklare Mietverträge, unrechtmäßig einbehaltene Kautionen oder unzulässige Nachbelastungen auf der Kreditkarte....

Gemäß dem Autofahrerclub ÖAMTC zählen diese Beschwerden zu den häufigsten  rund um den Mietautoverleih.

Wie bei jedem Vertrag gilt es, Angebote zu vergleichen, Allgemeine Geschäftsbedingungen zu prüfen und die Unterlagen gut zu lesen. Das Anmieten eines Autos wird einem leicht gemacht. Die wichtigsten Informationen sind im Internet abrufbar, und Preisvergleiche werden rasch möglich gemacht: entweder über die AnbieterInnen selbst oder über Vergleichsportale. Und die heimische Internetbuchung hat Vorteile: Im Reklamationsfall hat man österreichische AnsprechpartnerInnen und es kommt heimisches Recht zur Anwendung!

Die Billigtarife kleiner, unbekannter Mietwagenfirmen im Urlaubsland sind mit Vorsicht zu genießen, weil sie unter Umständen mit einschränkenden Konditionen (Versicherung, Haftung) verbunden sind.


Rundgang um das Auto

Bei Übernahme des Fahrzeugs sollte mit einem Rundgang der technischer Zustand des Fahrzeugs überprüft werden. Bereits vorhandene Schäden (Licht, Blech- oder Lackschäden) sollten in jedem Fall vom Vermieter schriftlich festgehalten werden. Sinnvoll ist es auch, Fotos von allfälligen vorhandenen SChäden zu machen.

Schriftlicher, verständlicher Vertrag

Der Mietvertrag sollte unbedingt schriftlich und in einer verständlichen Sprache abgefasst sein. Halten Sie allfällige mündliche Zusagen im Vertrag fest.

Versicherung

In jedem Fall sollte eine Vollkaskoversicherung vorhanden sein und die Haftpflicht-Deckungssumme nach Ansicht des ÖAMTC mindestens drei Millionen Euro betragen. Reicht nämlich die Versicherungssumme nicht aus, haftet man mit dem eigenen Vermögen! 

Achtung! Die Vollkasko-Versicherung einiger AnbieterInnen deckt keine Schäden an Glas, Reifen, Unterboden und Dach ab.


Tankregelung

Üblicherweise wird der Mietwagen vollgetankt übernommen und muss in diesem Zustand auch wieder retourniert werden. Daher muss man bei Übernahme des Fahrzeugs die Tankanzeige sofort reklamieren, wenn sie nicht auf "voll" steht. Bieten VermieterInen als "Sonderservice" an, das Fahrzeug selbst wieder aufzutanken, muss man in der Regel mit höheren Kosten rechnen als wenn man selbst zur Tankstelle fährt. Außerdem kann man die verrechnete Menge nicht kontrollieren.

Zusatzpflichten

Andere Länder, andere Sitten...
Es empfiehlt sich, sich im Vorfeld über notwendige Autobahn-Vignetten-Pflichten und länderspezifische gesetzliche Mitführpflichten (von z.B. Warnwesten oder Pannendreiecken) zu informieren und auch die Ausstattung des zu übernehmenden Autos dahingehend zu überprüfen.


Fahrzeugrückgabe

Um unliebsame Überraschungen im Nachhinein zu vermeiden, ist der Zustand des Fahrzeugs in einem schriftlichen Protokoll festzuhalten. Ratsam ist daher die Rückgabe während der Geschäftszeiten. Problematischer ist die Rückgabe durch das Abstellen des Fahrzeugs an einem vereinbarten Ort und die Abgabe der Schlüssel in einem Postfach. In jedem Fall können Fotos hilfreich sein.


Kreditkarte

Abbuchungen auf der Kreditkarte sollten genau überprüft werden. Viele Mietwagenfirmen buchen Geldstrafen für Verkehrsdelikte und nicht bezahlte Parkgebühren ohne Rücksprache von der Kreditkarte der MieterInnen ab und schlagen noch eine eigene Verwaltungsgebühr dazu.


Weitere Informationen

Diese Informationen sowie entsprechende Checklisten sind auch auf der Website des ÖAMTC abrufbar.


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