15. März Weltverbrauchertag - Konsumentenschutzminister Alois Stöger (15.03.2017)

Diese Institutionen schützen die KonsumentInnen in Österreich!

(c) Sozialministerium

Konsumentenschutz ist auf Regierungsebene seit den 80er Jahren verankert. Das Bundesministerium für Soziales, Arbeit und Konsumentenschutz (BMASK) ist für die Koordinierung der Konsumentenpolitik und die Sicherstellung von Konsumentenschutzvertretungen, Beratung und Rechtsdurchsetzung zuständig.

Federführend verantwortlich ist das BMASK für die Produktsicherheit, das Verbraucherzahlungskontogesetz (VZKG), das Alternative-Streitbeilegung-Gesetz (AStG) und das Verbraucherbehörden-Kooperationsgesetz (VBKG).

Die Sektion Konsumentenpolitik bringt sich in alle konsumentenrelevanten Bereiche mit Vorschlägen und Stellungnahmen ein. In Abstimmung mit dem BMASK führt der Verein für Konsumenteninformation (VKI) neben der Arbeiterkammer (AK) Verbandsklagen und Musterprozesse. Weiters ist das BMASK in der Verbraucherbildung aktiv. Zwischen den 3 hauptverantwortlichen Konsumentenschutzakteuren - BMASK, Bundesarbeitskammer und VKI besteht eine enge Zusammenarbeit.


Wo liegen für Ihre Institution aus heutiger Sicht die größten Herausforderungen der Konsumentenpolitik?

Wir alle können heute ganz bequem übers Internet in der ganzen Welt konsumieren. Das bringt aber nicht nur Vorteile, sondern auch Risiken. Auf die müssen wir in der Konsumentenpolitik eingehen und den on- und offline-Markt insgesamt fairer und durchschaubarer machen. Dazu brauchen wir einerseits bessere Möglichkeiten, um Verbraucherrecht - etwa bei Massenschäden - schnell durchzusetzen. Andererseits müssen wir wirkungsvollere Wege finden, um Verbraucherbildung zu vermitteln. Das muss spielerisch, ja fast nebenbei erfolgen. Hier können wir uns von der Werbung was abschauen.


Was sehen Sie als die schönsten Erfolge im letzten Jahr?

Aktuell ist der schönste Erfolg wohl, dass es gelang, die Finanzierung des VKI und damit den qualitativ hochwertigen Konsumentenschutz in Österreich zu sichern. Ein toller Erfolg ist auch die Realisierung des Rechts auf ein Konto für alle und das Basiskonto zum ermäßigten Entgelt von 40 €. Das ist wichtig, da ein Konto heute die Voraussetzung für die Teilnahme am Leben ist. Wichtig ist mir auch die Verankerung von staatlich anerkannten Schlichtungsstellen. Aktuelles Ziel ist es hoffnungslos überschuldeten Menschen eine faire zweite Chance zu ermöglichen.

Ihr persönlicher Tipp für KonsumentInnen?

Kaufen Sie nichts, was Sie Ihren Großeltern nicht erklären können.
Fragen Sie, egal ob im Geschäft, in der Bank oder im Internet, wenn Ihnen etwas unklar ist und nützen Sie Ihre Rechte! Wenn Sie allein nicht weiterkommen, nehmen Sie die Hilfe an, die sich bietet, bei der AK, beim VKI oder im Sozialministerium. Gute Ratgeber gibt es auch im Internet: wie z.B. www.konsumentenfragen.at, www.bankenrechner.at oder www.watchlist-internet.at!

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