So ein Mist (10.09.2019)

Jugendliche und Einwegverpackungen

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Es ist einfach, praktisch und cool: der Coffee to go im Pappbecher und der Energiedrink aus der Aludose bringen frischen Schwung. Unterwegs schnell mal ein plastikfolienverpacktes Weckerl, in der Großen Pause kann man sich einen der vielen Snacks aus dem Supermarkt, verpackt in Styropor und Plastik, holen. Am Abend bringt ein Lieferservice das gewünschte Essen direkt nach Hause; auch hier wieder eine Menge an Styropor, Pappe, Alu- und Plastikfolie.

Geschmeckt hat es…

... aber am Ende der schnellen Mahlzeiten, sitzt ihr vor einem ziemlich großen Berg Verpackungsmüll.

Eigentlich wird Jugendlichen ein besonders Bewusstsein für Umwelt und Nachhaltigkeit nachgesagt. Bei der Frage der Einwegverpackungen siegt aber anscheinend die Bequemlichkeit: die wachsende Mobilität, aber auch fehlende Alternativ-Angebote führen dazu, dass 14-19 -jährige einen hohen Verpackungsverschleiß haben.

Eine Studie aus Deutschland zeigt, dass junge Verbraucherinnen oder Verbraucher deutlich häufiger Einwegverpackungen nutzen als die älteren Generationen.

Um der Plastikmüllflut Einhalt zu bieten, werden ab 2021 EU-weit bestimmte Einweg-Plastik- und Styroporartikel verboten, angefangen bei Einmalbesteck- und -geschirr über Strohhalme und Essstäbchen.


Was du jetzt schon tun kannst

Zur Vermeidung von unnötigem Mist gibt es einige Alternativen, die nicht nur die Umwelt schonen, sondern oft kostengünstiger sind.

  • Mehrwegflaschen: verschiedenste Modelle in coolem Design, ob aus Glas, Metall oder robustem Kunststoff gibt es am Markt. Ob gekühlt oder heiß, du kannst dein Wunschgetränk von zu Hause mitnehmen.
  • Coffee to go: immer mehr Bäckereien bieten stabile Mehrwegbecher an. Einmal gekauft, kann der Becher immer wieder aufgefüllt werden. 
  • Im Supermarkt setzt es sich auch langsam durch, dass man die an der Theke ausgewählten Speisen in mitgebrachte Boxen verpacken lassen kann. Also die gute alte Jausenbox wieder aktivieren und das vegane Laberl dort einpacken lassen.
  • Für die kleineren Einkäufe zwischendurch ersetzt eine kleine, faltbare Tragtasche viele Plastiksackerl. 
  • Apropos Jausenbox: nimm dir doch deine Snacks - zB. auch mal Reste vom Vortag, - von zu Hause mit. Das ist jedenfalls die kostengünstigste und für die Umwelt schonendste Variante. 

Denk daran, dass du als Konsumentin oder Konsument durchaus auch einen Einfluss auf das Angebot hast. Wenn möglich Obst, Brot oder Kuchen etc. ohne Plastikverpackung aussuchen, auch in den Supermärkten beginnt hier ein Umdenken; das Angebot an unverpackten Waren wächst. Je mehr du auf Müllvermeidung achtest, umso schneller wird sich der Handel darauf einstellen.

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