GW-Unterricht (27.04.2012)

präsentiert ein Heft mit Schwerpunkt "ökonomische Bildung"

Heft Nr 125/2012

Die renommierte Fachzeitschrift GW Unterricht hat in ihrem aktuellen Quartalsheft die ökonomische Bildung als Schwerpunkt heran gezogen. 5 der 8 AutorInnen befassen sich mit dem Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Aus dem Editorial:

Anlass ist unter Anderem die Publikation der Richtlinien zur kompetenzorientierten Reifeprüfung im März 2012 durch das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK), durch die  nicht nur die Durchführungspraxis der Matura geändert wird, sondern auch im Unterrichtsgegenstand Geographie und Wirtschaftskunde ein kompetenzorientierter Unterricht - zunächst in der Sekundarstufe II - verbindlich eingefordert wird. Dabei nimmt die Wirtschaftskunde eine starke Rolle ein.

Der renommierte Wirtschaftsforscher Stephan Schulmeister stellt in einem Interview, das in der Sekundarstufe II zu einer vertiefenden Bearbeitung einlädt, wertvolle Informationen und Zusammenhänge über die aktuelle Staatsschuldenkrise vor. Wie es überhaupt so weit kommen konnte, welche Prozesse derzeit ablaufen und welche Zukunftsperspektiven sich eröffnen können, werden dabei nachvollziehbar erläutert.

Warum Wirtschaftswissen alleine zu kurz greift und welche Zugangsweisen, Ziele und Art der Umsetzungsmöglichkeiten für die ökonomische Bildung in der Sekundarstufe I aus der Sicht der österreichischen Fachdidaktik für Geographie und Wirtschaftskunde adäquat sein können, beleuchtet Christian Fridrich.

Thomas Retzmann, Inhaber des Lehrstuhls für „Wirtschaftswissenschaften und Didaktik der Wirtschaftslehre" im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen und Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für ökonomische Bildung e. V. (DeGöB), bezieht sich in seinem Beitrag u.a. auf die Legitimierung und Implementierung der ökonomischen Bildung auch in Schulen der Sekundarstufe I in Deutschland, wodurch ein unmittelbarer Vergleich mit der österreichischen Sichtweise eröffnet wird. Neben einer Darstellung der Konzepte, Leitideen, Kompetenzen und Standards ökonomischer Bildung für den mittleren Bildungsabschluss wird auch auf Zuspruch und Kritik dieses Kompetenzmodells eingegangen.

Verbraucher/innenbildung stellt aus fachdidaktischer Perspektive für das Trägerfach Geographie und Wirtschaftskunde einen Teil der ökonomischen Bildung an Österreichs Schulen dar. Hierzu bezieht Sonja Ziegelwagner, Leiterin des Referats der Abt. I/6b „Wirtschaftserziehung und Verbraucher/innenbildung", aus der Sicht des BMUKK Stellung und erläutert Inhalte, Zielsetzungen, Kompetenzen sowie Anknüpfungspunkte für den Unterricht.

Ein weiteres Ministerium, in denen Mitarbeiter/innen mit Verbraucher/innenbildung und -schutz befasst sind, deren Aktivitäten jedoch von den Lehrer/innen in wesentlich geringerem Ausmaß wahrgenommen werden, ist das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz. In ihrem kritischen Beitrag stellt Beate Blaschek, die Leiterin der Abteilung „Finanzdienstleistungen und Verbraucherbildung", Hindernisse, aber auch nationale und EU-weite Anstrengungen für eine verbesserte Verbraucher/innenbildung sowie positive und problematische Entwicklungen dar.


Schnellsuche

Kooperationspartner

Kooperationspartner

  • Erste Financial Life Park
  • schuldner-hilfe.at